Graz: Tote und viele Verletzte nach Amokfahrt

Großaufgebot an Rettungskräften in Graz

Großaufgebot an Rettungskräften in Graz

Drei Tote und 34 zum Teil Schwerverletzte: Das ist die vorläufige blutige Bilanz einer Amokfahrt eines 26-jährigen Österreichers in der Grazer Innenstadt am Samstag. Die Hintergründe der Bluttat waren am späten Nachmittag unklar, der Mann dürfte aber psychische Probleme gehabt haben. Fanatismus war laut Landespolizeidirektor Josef Klamminger kein Motiv.

Drei Tote und 34 zum Teil Schwerverletzte: Das ist die vorläufige blutige Bilanz einer Amokfahrt eines 26-jährigen Österreichers in der Grazer Innenstadt am Samstag. Die Hintergründe der Bluttat waren am späten Nachmittag unklar, der Mann dürfte aber psychische Probleme gehabt haben. Fanatismus war laut Landespolizeidirektor Josef Klamminger kein Motiv.

Mit rund 100 km/h durch die Herrengasse

Der Täter ist laut Augenzeugen mit rund 100 km/h durch die Herrengasse auf der Höhe des Hauptplatzes gerast, wo sich mehrere Cafes befinden. "Wir dachten zuerst an eine Schießerei, da der Wagen auch mehrere Sessel erfasst hat", berichtete eine Augenzeugin. Unter den Passanten herrschte Panik, die Menschen versuchten sich in die Gebäude zu retten.

Großaufgebot an Rettungskräften

Angesichts der großen Anzahl von Verletzten, die vom Amokfahrer in der Grazer Innenstadt am Samstagmittag niedergestoßen wurden, waren ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz: Rund 60 Kranken- und Notarztautos waren in Herrengasse und Hauptplatz, der ÖAMTC hatte vier Rettungshubschrauber im Einsatz. "Wir haben alles aus der Region mobilisiert", so der Sprecher des Roten Kreuzes Steiermark, August Bäck.

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) sprach in einer Pressekonferenz in Graz von drei Toten, 34 Verletzte, davon würden jedoch noch einige mit dem Tod ringen. Es gebe keine Entschuldigung für diese Tat, so der Landeshauptmann, den Tränen nahe.

Kriseninterventionsteams im Einsatz

"Wir sind alle gefordert, das Miteinander zu suchen und Gräben nicht aufzubauen, so Schützenhöfer. Sein Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) sagte: "Es tut unendlich weh, für mich als Familienvater nicht zu fassen, was hier passiert ist. Es wurde alles getan, um die Verletzten sofort zu versorgen", sagte der LHStv. Die Versorgungskette habe funktioniert, 50 Rettungswägen, 16 Notärzte, Ärzte, die als Passanten unterwegs waren, halfen sofort. Die Kriseninterventionsteams waren im Einsatz.

Widerstandslose Festnahme

Der 26-Jährige Lenker ist laut Polizei in der Schmiedgasse im Bereich der Polizeiinspektion gestoppt und festgenommen worden. Der Mann ließ sich laut Landespolizeidirektor Josef Klamminger widerstandslos festnehmen.