Josef Taus kann sich befristete Millionärssteuer vorstellen

Josef Taus kann sich befristete Millionärssteuer vorstellen

Ex-ÖVP-Obmann würde sie „auf höchstens zwei, drei Jahre einführen“ – Grundsteuererhöhung würde er „nicht riskieren“.

In einem Interview mit „profil“ erklärt der ehemalige ÖVP-Obmann Josef Taus, er könne sich eine befristete Millionärssteuer vorstellen: „Wenn es den Kompromiss in der Koalition erleichtert, kann man vielleicht auf höchstens zwei, drei Jahre eine den Wirtschaftsverlauf nicht sehr störende Steuer einführen. Dann wird man ohnehin sehen, dass sie wenig bringt.“ Eine Grundsteuererhöhung, so der heute 81-jährige Unternehmer, würde er dagegen „nicht riskieren“.

Der frühere ÖVP-Obmann (1975 bis 1979) tritt vehement für eine Lohnsteuersenkung ein. „Ich kann dem Durchschnittsverdiener nicht die Hälfte seines Einkommens nehmen“, so Taus im „profil“-Interview. Die Senkung müsse so viel ausmachen, „dass jeder merkt, der Staat tut etwas für ihn“. Eine Kompensation dürfe nicht über andere Steuern erfolgen. Taus würde für eine Lohnsteuersenkung auch ein Ansteigen der Staatsverschuldung in Kauf nehmen: „In der Hoffnung, dass die Konjunktur anspringt und man dann über mehr Beschäftigung wieder mehr Steuern bekommt, muss man sogar riskieren, dass die Staatsverschuldung ein oder zwei Jahre um ein oder zwei Prozent steigt.“

(Red.)