Kopf: "Keine repräsentativen Aufgaben als Interimspräsident"

Karlheinz Kopf

Karlheinz Kopf

Zweiter Nationalratspräsident Karlheinz Kopf hält Rücktritt Norbert Hofers für „nicht notwendig“.

In einem Interview in der aktuellen profil-Ausgabe erklärt Karlheinz Kopf, Zweiter Präsident des Nationalrates, dass er als Interims-Bundespräsident „keine repräsentativen Aufgaben übernehmen“ werde, sondern sich – so wie seine Kollegin Doris Bures und der Dritte NR-Präsident Norbert Hofer – auf formale Aufgaben wie Beurkundung von Gesetzen konzentrieren wolle. Daher hält Kopf auch einen Rücktritt von Norbert Hofer von seiner Funktion bis zur neuen Stichwahl für „nicht notwendig“.

"Beweis für das Funktionieren des Rechtsstaates“

„Hofer wird für sich da keinen Vorteil für seinen Wahlkampf herausziehen können.“ Das Urteil des Verfassungsgerichtshofes sollten die Österreicher als „Beweis für das Funktionieren des Rechtsstaates“ sehen. „Aber insgesamt entstand durch den schnoddrigen Umgang mit wichtigen Bestimmungen eine gewisse Verärgerung“ bei den Wählern, so Kopf gegenüber profil. Norbert Hofers jüngstes Werben für einen EU-Austritt Österreichs wollte Kopf „wegen der Aufgabe, die wir zu dritt übernehmen“, nicht kommentieren. Hofers Aussage habe ihn aber „als überzeugten Europäer“ betroffen gemacht.