Angezüchtete Legionellen-Kolonien im Labor. In einer schwarzen Flüssigkeit entstehen weiße Flecken, die wie Schimmel aussehen.
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Verdorbenes Wasser: Vom Urlaub in die Intensivstation

Die Fälle der Legionärskrankheit nehmen rapide zu. Die Gefahr lauert in Duschen und Autowaschanlagen. Ein Kühlturm sorgte für den größten Ausbruch des Landes.

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Wer kennt es nicht? Man kommt nach zwei Wochen Urlaub nach Hause und freut sich auf die erste Dusche im eigenen Bad. Voreiliges Handeln kann aber gesundheitsschädlich werden. 

„Es ist wichtig, die Leute darüber aufzuklären, denn die meisten sind sich der Gefahr nicht bewusst“, sagt Regina Sommer von der Medizinischen Universität Wien. Sie leitet die Abteilung Wasserhygiene am Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie. Diese Abteilung kümmert sich auch um die wasserhygienischen Fragestellungen im Universitätsklinikum Allgemeines Krankenhaus Wien (AKH). 

Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) haben sich die Fälle der sogenannten „Legionärskrankheit“ vervielfacht. Im Jahr 2016 wurden noch rund 160 verzeichnet, 2025 waren es fast 420. Etwa zehn Prozent der Erkrankten sterben daran. Deshalb müssen Ärzte seit 2001 jeden Verdacht auf eine Ansteckung melden.

Mario Pichler

Mario Pichler

schreibt im Rahmen des 360 Grad Traineeships der Wiener Zeitung für das Österreich-Ressort. Gelernter Maler und studiert „Journalismus und neue Medien“ an der FH WKW.