Landtagswahl Steiermark: Historische Verluste für Voves und Schützenhöfer

Bleibt Voves nach dieser Niederlage Landeshauptmann?

Bleibt Voves nach dieser Niederlage Landeshauptmann?

Die FPÖ hat bei der Landtagswahl in der Steiermark einen gewaltigen Zugewinn erzielt. Die Freiheitlichen kommen auf 26,8 Prozent der Stimmen und rücken damit SPÖ und ÖVP unerwartet nahe. Die SPÖ kam mit 29 Prozent auf Platz eins - vor der ÖVP mit 28,6 Prozent. Im Burgenland bleibt die SPÖ mit einem Minus von sechs Prozentpunkten und knapp 42 Prozent erste Partei, die FPÖ gewinnt auch hier deutlich hinzu.

Soll Franz Voves als Landeshauptmann zurücktreten?

Ergebnis Steiermark: SPÖ 29%, ÖVP 28,6%, FPÖ 26,8%, Grüne 6,8%, KPÖ 4,2%, Neos (2,6%) und Team Stronach (1,6%) schaffen den Einzug nicht.

Ergebnis Burgenland: SPÖ 41,9%, ÖVP 29,1%, FPÖ 15%, Grüne 6,4%, Liste Burgenland 4,8%, Neos 2,3%.

+++ Eva Linsinger über die Wahl in der Steiermark: Das Ergebnis ist ein Alarmsignal für Werner Faymann und Matthias Strolz. Und der Abpfiff für Frank Stronach +++

+++ Rosemarie Schwaiger über das Ergebnis im Burgenland: Wird die burgenländische SPÖ zum Vorbild für andere Genossen? Hoffentlich nicht +++

+++ Christian Rainers Leitartikel vor den Wahlen: Vielleicht sollte es sogar krachen, damit sich endlich etwas verändert +++

Die FPÖ erzielte bei diesem Urnengang gegenüber der letzten Landtagswahl in der Steiermark einen Zugewinn von 16,5 Prozent (Ergebnis 2010: 10,66 Prozent). Die SPÖ büßte 9,1 Prozentpunkte ein (2010: 38,26 Prozent). Die ÖVP verzeichnete ein Minus von 8,7 Prozentpunkten (2010: 37,19 Prozent).

Wahlmotive bei der Landtagswahl in der Steiermark

Wahlmotive bei der Landtagswahl in der Steiermark

Die Grünen kamen auf 6,4 Prozent - das bedeutet ein sanftes Plus von 0,9 Prozentpunkten gegenüber 2010 (5,55 Prozent). Die KPÖ erreichte 4,2 Prozent (-0,2) und schaffte damit erneut den Einzug in den Landtag. NEOS und das Team Stronach schaffen den Einzug nicht.

Die 48 Mandate des Grazer Landtages verteilen sich künftig wie folgt: Die SPÖ entsendet 15 Abgeordnete in das Landesparlament (minus acht), ÖVP und FPÖ je 14 (minus bzw. plus acht). Die Grünen bleiben bei ihren drei Mandaten, die KPÖ bei ihren zwei.

Wahlmotive bei der Landtagswahl in der Steiermark

Wahlmotive bei der Landtagswahl in der Steiermark

BURGENLAND:

Die Landtagswahl im Burgenland hat Verluste für SPÖ und ÖVP sowie Gewinne für die FPÖ gebracht. Die SPÖ bleibt mit einem Minus von sechs Prozentpunkten und knapp 42 Prozent erste Partei. Die Roten verlieren aber die Mandatsmehrheit im Landtag und müssen nach der Abschaffung des Proporzes nun erstmals eine Regierung nach dem Mehrheitssystem bilden.

Die ÖVP verlor (Auszählungsgrad 80 Prozent) fünf Prozentpunkte und liegt nunmehr mit rund 29 Prozent unter der 30-Prozent-Marke. Die FPÖ gewann dagegen sechs Prozentpunkte und ist mit 15 Prozent nun zweistellig.

Zugewinne verzeichneten auch die Grünen , sie haben sich von 4,2 auf 6,3 Prozent gesteigert. Die Liste Burgenland (LBL) legte von vier auf fast fünf Prozent zu. Die NEOS sind mit 2,4 Prozent klar an der Vier-Prozent-Hürde gescheitert. Gleiches gilt auch für die ebenfalls erstmals kandidierende Christliche Partei Österreichs (CPÖ), die nur 0,4 Prozent bekam.

Für die Mandatsverteilung bedeutet das Ergebnis, dass die SPÖ nach derzeitigem Stand drei (von 18 auf 15) und die ÖVP (von 13 auf elf) zwei Sitze verliert. Die FPÖ gewinnt drei Sitze und hält künftig bei sechs. Grüne und LBL gewinnen laut Hochrechnung jeweils ein Mandat und halten jeweils bei zwei. Die SPÖ hat ihr Wahlziel, mit 18 von 36 Mandaten die Mehrheit im Landtag zu halten, klar verfehlt und muss sich nun einen Regierungspartner suchen. Als Koalitionspartner für einer Zwei-Parteien-Regierung kommen die ÖVP und die FPÖ infrage. Bisher haben SPÖ und ÖVP gemäß Proporz gemeinsam regiert.

Die Wahlbeteiligung ist mit 75 Prozent gesunken, 2010 betrug sie noch 77,3 Prozent.

17:00 Uhr: Steiermark: SPÖ 29,1%, ÖVP 28%, FPÖ 27,4%, Grüne 6,6%, KPÖ 4,4%, NEOS und Team Stronach scheitern.

17:00: Burgenland: SPÖ nur mehr knapp über 40 Prozent, ÖVP fällt unter 30, FPÖ
wird zweistellig. Die Grünen können sich von 4,15 auf rund sechs Prozent steigern. Die Liste Burgenland schaffte wieder die Vier-Prozent-Hürde. Die NEOS sind mit rund 2,4 Prozent klar gescheitert

Steiermark: Eine aktualisierte Hochrechnung von SORA für den ORF (16.30) sieht die SPÖ in der Steiermark nun auf Platz eins vor der ÖVP - und die FPÖ auf dem dritten Platz. Laut dieser Hochrechnung, in die bereits erste Grazer Sprengel-Ergebnisse mit einflossen, kommt die SPÖ auf 29,1 Prozent, die ÖVP auf 28,0 Prozent und die FPÖ auf 27,4 Prozent.

Die FPÖ erreicht laut der Hochrechnung (Auszählungsgrad 81 Prozent, inklusive Wahlkarten-Schätzung) einen Zugewinn von 16,8 Prozentpunkten (2010: 10,66 Prozent). Die SPÖ kommt auf Verluste von 9,2 Prozentpunkten (Ergebnis 2010: 38,26 Prozent). Die ÖVP erleidet ein Minus von 9,1 Prozentpunkten (2010: 37,19).

Die Grünen werden in dieser Hochrechnung mit einem Ergebnis von 6,6 Prozent ausgewiesen - ein Plus von 1,0 Prozentpunkten (2010: 5,55). Die KPÖ kommt demnach erneut auf 4,4 Prozent und würde damit erneut in den Landtag einziehen. Nicht im Landesparlament vertreten sein werden die NEOS sowie das Team Stronach mit jeweils 1,7 Prozent.

Hinsichtlich der Mandate prognostiziert die SORA-Hochrechnung derzeit 15 Sitze für die SPÖ. ÖVP und FPÖ würde auf 14 Mandate kommen. Die Grünen erringen demnach drei Mandate, die KPÖ bleiben bei ihren zwei Sitzen.

16:00: Steiermark: SPÖ, ÖVP, FPÖ gleichauf bei 28,3 %, die Grünen kommen auf 6,6%, die KPÖ auf 4%, NEOS und Team Stronach sind gescheitert.

Wahlmotive bei der Landtagswahl in der Steiermark

Wahlmotive bei der Landtagswahl in der Steiermark

16:00: Burgenland: SPÖ nur mehr knapp über 40 Prozent, ÖVP fällt unter 30, FPÖ
wird zweistellig. Die Grünen können sich von 4,15 auf rund sechs Prozent steigern. Die Liste Burgenland schaffte wieder die Vier-Prozent-Hürde. Die NEOS sind mit rund 2,4 Prozent klar gescheitert

Steiermark: Die Landtagswahl in der Steiermark hat auch laut Hochrechnung von SORA für den ORF ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ gebracht. Laut der Berechnung von 16 Uhr (Auszählungsgrad 69 Prozent, inklusive Wahlkarten-Schätzung) kommen sowohl SPÖ wie auch ÖVP und FPÖ auf 28,3 Prozent der Stimmen.

Die FPÖ erreicht demnach einen Zugewinn von 17,6 Prozentpunkten (2010: 10,66 Prozent) - und schafft damit nahezu eine Verdreifachung des Stimmenanteils. Die SPÖ erleidet laut SORA/ORF Verluste von zehn Prozentpunkten (Ergebnis 2010: 38,26 Prozent). Die ÖVP kommt auf ein Minus von 8,8 Prozentpunkten (2010: 37,19).

Die SORA-Hochrechnung verzeichnet für die Grünen leichte Zugewinne, die bei 6,6 Prozent landen werden - das bedeutet ein Plus von 1,1 Prozentpunkten (2010: 5,55). Die KPÖ kommt auf 4,0 Prozent (-0,4 Prozentpunkte) und müssen derzeit noch um den Einzug in den Landtag bangen.

Nicht ins Landesparlament einziehen werden die NEOS mit 2,2 Prozent sowie das Team Stronach mit 1,7 Prozent.

Hinsichtlich der Mandate prognostiziert die SORA-Hochrechnung derzeit je 15 Sitze für SPÖ und ÖVP, die FPÖ würde auf 14 Mandate kommen. Sollte die KPÖ dem Einzug schaffen, werden SPÖ und ÖVP vermutlich je ein Mandat an die Kommunisten abgeben. Die Grünen erreichen demnach drei Mandate.

Die Wahlbeteiligung wird gegenüber 2010 um 2,2 Prozentpunkte sinken.

Burgenland: Die Landtagswahl im Burgenland am Sonntag hat auch laut der ersten Hochrechnung von SORA/ORF Verluste für SPÖ und ÖVP und starke Zugewinne für die FPÖ gebracht. Zugelegt haben auch die Grünen. Die SPÖ fällt von 48,2 auf nur mehr 42 Prozent. Die ÖVP verliert fünf Prozentpunkte und liegt mit 29,4 unter der 30-Prozent-Marke. Die FPÖ gewinnt sechs Prozentpunkte und wird mit 15 Prozent zweistellig.

Die Grünen können sich von 4,15 auf rund sechs Prozent steigern. Die Liste Burgenland schaffte wieder die Vier-Prozent-Hürde. Die NEOS sind mit rund 2,4 Prozent klar gescheitert.

Diese Hochrechnung basiert auf einem Auszählungsgrad von 43 Prozent.

15:00 Uhr: Hintergrund: Wie Voves und Schützenhofer mit Reformen die Macht riskieren