McDonald: „Die Kur ist nicht mehr zeitgemäß“

McDonald: „Die Kur ist nicht mehr zeitgemäß“

Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger: „Mit Gesundheit wird schlechter umgegangen als mit einem Auto.“

In einem Interview in aktuellen Ausgabe (33/15) von „profil“ kündigt Peter McDonald, der Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, an, das System der Kur „modernisieren“ zu wollen: „Die Kur ist noch sehr stark ausgerichtet auf die Zeit der 1950er- und 1960er-Jahre. Dieses Konzept der alten Kur ist sicher nicht mehr zeitgemäß.“ McDonald sagt, dass eine Kur 1900 Euro koste und sich diese „Investition für die Versichertengemeinschaft lohnen“ müsse: „Wir wollen das Konzept Kur wegbringen vom subventionierten Quasi-Urlaub. Wir wollen weg vom alten Kurgedanken der Adelszeit und hin zu stärkerer Gesundheitsvorsorge.“

Auto wichtiger als Gesundheit

McDonald beklagt im „profil“-Interview weiters, dass die Österreicher kaum bereit seien, für ihre Gesundheit etwas zu tun: „Wir haben eine sehr ausgeprägte Vollkasko-Mentalität. Mit Gesundheit wird schlechter umgegangen als mit einem Auto. Viele wollen quasi in die Werkstatt fahren und repariert wieder herauskommen – nach dem Motto: Ich muss nicht auf meine Gesundheit schauen, der Staat oder die Sozialversicherung wird es schon für mich richten.“