© Michael Nikbakhsh

profil-Morgenpost
09/14/2021

Soll man die Kleinen gegen Covid impfen lassen?

Geimpfte Eltern stehen alsbald vor einer womöglich ziemlich schwierigen Frage. Ungeimpfte tun sich da schon leichter.

von Michael Nikbakhsh

Guten Morgen!

Soll man seine ganz Kleinen (so vorhanden) gegen Covid impfen lassen, sobald ein Impfstoff zugelassen ist? Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, ehe eine Impfung auch für Unterzwölfjährige verfügbar ist. Ziemlich schwierige Frage, wie ich meine, allerdings nur für Eltern, die auch selbst geimpft sind. Für Leute, die lieber auf Pferdeentwurmungsmittel, Bachblüten und/oder Meditation setzen, tut sich da eher kein Dilemma auf (es ist ja nicht anzunehmen, dass sie selbst ungeimpft bleiben, um es dann an den Kindern zu vollziehen).

Es macht schon einen Unterschied, ob man diese Entscheidung für sich selbst trifft oder eben für Schutzbefohlene. Gerade junge Eltern stehen ja immer wieder einmal vor dieser Frage, allein in den ersten beiden Lebensjahren ist da schon einiges dabei an Entscheidungen. Siehe Sechsfachimpfung, siehe Rotavirus, Masern, Mumps, Röteln und Pneumokokken.

Noch eine Impfung?

Soll man den Kindern also eine weitere Impfung mit möglichen Nebenwirkungen gegen ein Etwas zumuten, an dem sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie schwer und/oder dauerhaft erkranken werden? Das Aufrechnen von Vor- und Nachteilen einer Covid-Impfung dürfte bei Kleinkindern vermutlich nicht ganz so deutlich ausfallen wie bei Erwachsenen.

Einerseits. Andererseits schreibe ich diese Zeilen, während ich daheim meinen Sechsjährigen hüte. Er sitzt seit Tagen in Quarantäne, weil in seiner Kindergartengruppe ein Kind Covid-positiv war. Eine von zwei Gruppen geschlossen, Kinder heimgeschickt, Freunde schon wieder weg. Es folgten tagelange Debatten mit allen möglichen Seiten, welchen Status ein fortgesetzt negativ getestetes und obendrein genesenes Kind nun eigentlich hat, aber jedenfalls: kein Kindergarten für zehn Tage. Aber das ist jetzt eine andere unerfreuliche Geschichte.

Wie sollen wir´s ihm erklären? Er war im November vergangenen Jahres Covid-positiv (vertrug das im Gegensatz zu seinen Eltern übrigens deutlich besser, nämlich ohne ein einziges Symptom), trägt bis heute stattlich viele Antikörper mit sich herum, wird andauernd negativ getestet und muss dennoch daheim hocken wie ein Kranker. Und irgendwie kann das ja so auch nicht weitergehen. 

Wie gesagt: Schwierige Frage. Wie halten Sie es damit? Würden Sie Ihre Kleinen gegebenenfalls gegen Covid impfen lassen? Schreiben Sie uns!

Quarantäne kann auch produktiv sein, wie Sie dem Foto zu diesem Text entnehmen können. Es handelt sich um einen Lego-Ninjago-Drachen, den ich soeben nach vehementer Kritik meines Sohn („Immer tust du nur blöd arbeiten“) fertiggestellt habe. Und so nebenher haben Stefan Melichar und ich ein paar Anfragen in Zusammenhang mit der Commerzialbank Mattersburg ausgeschickt. Was es damit auf sich hat, lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe, an welcher wir gerade mit Hochdruck arbeiten.

Michael Nikbakhsh

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