Norbert Hofers Israel-Bilder

Norbert Hofers Israel-Bilder

Der FPÖ-Bewerber um das Bundespräsidentenamt, Nobert Hofer, hatte in mehreren Interviews erzählt, dass bei seinem Israel-Besuch im Juli 2014 neben ihm eine Frau erschossen worden sei, weil sie mit Maschinenpistole und Granaten auf den Tempelberg wollte.

Donnerstag Abend wurde Hofer im ORF-Duell von Moderatorin Ingrid Thurnher mit Aussagen vom Polizeichef von Jerusalem konfrontiert: Es habe zu der Zeit keinen derartigen Vorfall gegeben. Hofer bot Fotos zum Beweis an - zeigte sie im ORF aber dann doch nicht.

profil fotografierte diese Fotos nach der ORF-Diskussion ab. Als Beweis taugen sie kaum, nicht nur wegen ihrer Unschärfe.

Zwischenfall bei der Klagemauer

In der "Jerusalem Post" wurde damals berichtet: Es gab an diesem 30. Juli 2014 tatsächlich einen Zwischenfall bei der Klagemauer unterhalb des Tempelbergs, der auch eine Frau betraf. Sie trug allerdings weder Handgranaten noch ein Maschinengewehr – und wurde auch nicht erschossen, sondern angeschossen. Belege dafür, dass sich der Vorfall so zugetragen hat, wie von Hofer mehrmals geschildert, finden sich nicht. Auch nicht auf den Fotos von Hofer.

profil fotografierte dieses Foto nach der ORF-Diskussion ab:

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