Obergrenze: Wer ist dafür, wer dagegen?

Bundeskanzler Werner Faymann mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den türkischen Premierminister Ahmet Davutoglu (r.) bei einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs im November 2015.

Bundeskanzler Werner Faymann mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den türkischen Premierminister Ahmet Davutoglu (r.) bei einem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs im November 2015.

In der Diskussion über Obergrenzen für Flüchtlinge geht die klare ideologische Verortung verloren. profil gibt einen Überblick, wer wo steht.

Nein

Angela Merkel
Die deutsche Kanzlerin kritisiert Österreich, sie will eine europäische Lösung finden.

Sonja Wehsely
Wiens Sozialstadträtin ist die prononcierteste Gegnerin von Obergrenzen in der SPÖ.

Othmar Karas
Der EU-Abgeordnete (ÖVP) wünscht sich ein "europäisches Maßnahmenpaket" statt nationaler Einzelgänge. "Eine Obergrenze bei Flüchtlingen nach der Genfer Flüchtlingskonvention wäre ein Bruch von internationalem Recht", sagt er zu profil.

Eva Glawischnig
Die Grünen-Chefin ist gegen Obergrenzen und betont, dass Asyl ein Menschenrecht ist.

Christian Konrad
Der Flüchtlingskoordinator und Ex-Raiffeisen-Chef lehnt Obergrenzen ab.

Ja

H.C. Strache
Dem FPÖ-Chef ist das zu wenig. Er will den "Nullzuzug" aus dem Ausland.

Sebastian Kurz
Der Außenminister (ÖVP) will Obergrenzen, solange es keine EU-Lösung gibt.

Karl Blecha
Der rote Seniorenchef ist pro Obergrenze und verweist auf die Arbeitslosigkeit im Land.

Oskar Deutsch
Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde begrüßt diesen Beschluss.

Norbert Darabos
Der rote Landesrat (SPÖ) findet das alles "schwierig", ist aber pro Obergrenzen.

Werner Faymann
Der SPÖ-Kanzler nennt es "Richtwert", hält aber an der Zahl von 37.500 Flüchtlingen fest.