Österreich: Es ist ein gutes Land – Es ist kein gutes Land

Viel gerühmtes...

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Ein Loblied auf Österreich ist überfällig: Das Land trotzt dem Rechtspopulismus. Es nimmt Flüchtlinge auf wie kaum ein anderes, ist gerecht, weltoffen, friedlich und AKW-frei. Das Loblied ist überflüssig: Eine Rechtsaußen-Partei erringt 46 Prozent. Österreich ist xenophob, in sozialer Schieflage, grantig und technikfeindlich. Analyse eines bipolaren Staates.

Man kann die Geschichte so erzählen wie Max Roser, Statistiker an der Universität Oxford: „Österreich hat künftig einen Bundespräsidenten, der in Econometrica publiziert hat.“ Trockener Konter auf Twitter: „Und der künftige US-Präsident ist in einem Porno aufgetreten.“ Das ist die eine Österreich-Erzählung – die über das gute Land: In dem nicht der rechtspopulistische Schreihals die Wahl gewinnt, sondern der bedächtige Universitätsprofessor, der in renommierten wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert hat.

Christian Rainer und Eva Linsinger über die aktuelle titelgeschichte: Gutes Land? Böses Land?

Oder man kann die Geschichte so erzählen wie Arron Banks, Brexit-Mitstreiter und Sponsor von Nigel Farages EU-Austrittspartei UKIP. Befürworter der Europäischen Union, so Banks, könnten doch gar nicht begeistert sein, dass die Österreicher Norbert Hofer „gerade noch nicht gewählt haben“. Beide Erzählungen haben ihre Berechtigung.

Lesen Sie die Titelgeschichte von Gernot Bauer und Eva Linsinger und in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper!