Österreichische Drohne im Kampfeinsatz im Jemen

Schiebel-Drohnen kamen auch zur Überwachung der Waffenruhe in der Ostukraine und der Grenze zwischen der Ukraine und Russland zum Einsatz

Schiebel-Drohnen kamen auch zur Überwachung der Waffenruhe in der Ostukraine und der Grenze zwischen der Ukraine und Russland zum Einsatz

Schiebel-Drohne war an die Vereinigten Arabischen Emirate gegangen – allerdings nur für zivile Zwecke.

Wie „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe (36/15) berichtet, wurde vorvergangenes Wochenende über dem Kampfgebiet im Jemen eine Drohne des österreichischen Unternehmens Schiebel abgeschossen. Sie war von der Armee der Vereinigten Arabischen Emirate gegen schiitische Huthi-Rebellen eingesetzt worden. Der Abschuss ereignete sich nahe dem Dorf Mukairas. Auf den verkohlten Bauteilen, die vom jemenitischen Fernsehen gezeigt wurden, ist der Schriftzug „Schiebel“ sichtbar.

Nur für zivile Zwecke genehmigt

Schiebel lieferte zwischen 2005 und 2008 Helikopter-Drohnen an das Verteidigungsministerium der Emirate – ein Export, der laut dem österreichischen Wirtschaftsministerium bewilligt war. Allerdings: Die Drohnen dürfen nur für zivile Zwecke eingesetzt werden.

Schiebel wollte keine Stellungnahme gegenüber „profil“ abgeben, da man, wie es hieß, noch auf die Rückmeldung ihres Kunden warten müsse.

Saudi-Arabien führt seit März 2015 eine Militärintervention gegen die jemenitischen Rebellen an. Dieser Allianz gehören auch die Vereinigten Arabischen Emirate an.