ORF lehnte Radiospot für Sammelklagen-Aktion gegen VW ab

ORF lehnte Radiospot für Sammelklagen-Aktion gegen VW ab

„Dieselklage.at“-Werbung wurde erst nach Klagsdrohung und Textänderung ausgestrahlt.

Wie „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe (29/18) berichtet, lehnte der ORF die Ausstrahlung von Radiowerbung für eine Sammelklagen-Aktion von Cobin Claims gegen VW ab. Der Verein vertritt Geschädigte aus dem Abgas-Skandal. Um seine Kampagne „Dieselklage.at“ bekannt zu machen, wurden Slots für Hörfunkspots auf Ö3 und den ORF-Bundesländersendern gebucht. Die Absage kam kurz vor der Erstausstrahlung. Weil – so vermutet Cobin Claims – der ORF den VW-Konzern als wichtigen Werbekunden nicht vergrämen wolle. Cobin Claims drohte mit einer Schadenersatzklage und ließ den Spot neu einsprechen – diesmal ohne die Marken VW, Seat, Skoda und Audi zu nennen. Der neue, adaptierte Spot wurde vom ORF ausgestrahlt.

Betreffend des ersten Spots bestätigt ORF-Konzernsprecher Martin Biedermann, dass dieser „ohne Angabe von Gründen abgelehnt“ wurde. „Das ist rechtlich und durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gedeckt. Dass die Ablehnung aufgrund der Erwähnung von Markennamen erfolgt ist, ist unrichtig“, so Biedermann weiter.