© Udo Titz

Österreich
09/30/2018

Rainer Nikowitz: Bobo Siebenschläfer

Die derzeitigen internen Diskussionen zeigen, dass die SPÖ weiß, was es geschlagen hat. Darum will sie auch weiterhin mehr sein als bloß eine Partei. Nämlich: zwei.

von Rainer Nikowitz

Rendi-Wagner: Was is des für a Bledsinn von de Steirer? Der Thomas soll a Bobo sein? Nur weil er studiert hat? Drozda: Ah, passt scho. Lieber Bobo als Prolet! Doskozil: Da hamma’s ja scho wieder! Des tät die Basis jetzt ziemlich gern hören. Ludwig: Welche Basis? De steht in der Zwischenzeit am Viktor-Adler-Markt und schunkelt zur John-Otti-Band.

Rendi-Wagner: Grad deswegen versteh i die Diskussion net. Der Thomas is der richtige Mann am richtigen Platz. Ludwig: Wenn ma die Basis ganz dringend beim John Otti lassen will, dann ja.

Rendi-Wagner: Gebildet, urban, feministisch – des is jetzt unser Basis! Doskozil: Na super. Damit samma dann also ungefähr so breit aufgstellt wie a Aal im Neusiedler See. Drozda: Versteckt si der eigentlich auch im Schilfgürtel? So wie du, wie ma gschwind an Nachfolger für den Kern braucht ham? Ludwig: Ohne den kleinen Mann werma nie wieder a Wahl gwinnen. I hol ihn mir in Wien zruck. Und wenn’s in der Lederhosen auf der Wiener Wiesn is.

Rendi-Wagner: Heißt des, du willst mi im Dirndl sehen oder was? Doskozil: Warum net? A fesche Frau wie du kann alles tragen.

Rendi-Wagner: Oida! Drozda: Schau! Sie sagt „Oida“! Is euch des volksverbunden genug? Ludwig: Na. Des sagt de Vassilakou a manchmal zu mir.

Rendi-Wagner: Dann würd i fürs Erste einmal vorschlagen: Let’s agree to disagree. Doskozil: Des wird si auf unsere Wahlplakate super machen. Drozda: Ka Angst. Fürs Burgenland übersetz ma’s.

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