© Udo Titz

Österreich
10/14/2018

Rainer Nikowitz: Boulevard of Broken Dreams

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat gerade ein paar Probleme mit seiner Medienstrategie.

von Rainer Nikowitz

Ludwig: Jetzt gengan de Gfrieser von der „Krone“ und von „Heute“ auf mi los! Häupl: Des wär an sich a Hinweis darauf, dass du irgendwas richtig gmacht hast. Aber des is ja in deinem Fall net so rasend wahrscheinlich. Ludwig: Na, dann hilf ma halt! Was macherst du jetzt an meiner Stell? Häupl: A Off-the-records-Hintergrundgespräch. Ludwig: Wie schauert des aus? Häupl: Zwa Verkehrte und a Bracholder. Ludwig: Da haut ma eana jahrzehntelang des Inseratengeld in den Rachen – und dann des. Häupl: Wieder amoi erweist si unser Medienstrategie als ausgesprochen tragfähig. Wir zahlen – und schreiben tan s’ für de andern. Ludwig: Wie soll i denn ohne de „Krone“ de Wahl gwinnen? Häupl: Des frag i mi a. Aber wurscht, ob mit oder ohne „Krone“. Ludwig: Sehr witzig! Du weißt genau, wie wichtig de wird. Wir san die letzte Bastion! Häupl: Grad deswegen bin i ja so euphorisch, dass oben auf dera Bastion du stehst. Ludwig: I könnt … a klanes Katzerl aus der Alten Donau retten. Und a total zufälliger Zeuge schickt der „Krone“ des Exklusivfoto, wie i einehecht. An so was können de net vorbei. Häupl: Wennst dabei nackert wärst, steigen de Chancen no mehr. Ludwig: Oder was hat de „Krone“ no gern … I könnt de Wiener Grenzen strenger kontrollieren lassen. Häupl: Is eh z’wenig Stau in der Früh. Ludwig: A paar Asylanten nach Klosterneuburg abschieben. Häupl: Am besten persönlich. Im Fiaker. Ludwig: I könnt eana natürlich a no mehr Geld hinten eineschieben. Häupl: Mir ham praktisch scho gwunna.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.