© Walter Wobrazek

Österreich
10/07/2016

Rainer Nikowitz: Es ist angerichtet

Aus der Serie "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint": Verfassungsrichter, die der FPÖ einen Elfer ohne Tormann auflegen.

von Rainer Nikowitz

profil: Herr Schnizer, haben Sie denn irgendwelche Beweise für Ihre Theorie, dass die FPÖ-Wahlanfechtung von langer Hand geplant war? Schnizer: Das nicht.

profil: Das ist ein guter Ansatz für einen Höchstrichter. Schnizer: Aber ich hab da so ein Gefühl.

profil: Ein noch besserer Ansatz. Schnizer: Was? Darf ein Verfassungsrichter keine Gefühle haben?

profil: Doch. Aber müssen ihn die ausgerechnet in den Medien übermannen? Schnizer: Sie missachten gerade den Gleichheitsgrundsatz. Cathy Lugner darf das schließlich auch. Oder Tom Cruise.

profil: Und auch deren Urteilsfähigkeit ist völlig unbestritten. Schnizer: Außerdem hab ich ja zum Beispiel nicht gesagt, dass der Böhmdorfer ein schäbiger Winkeladvokat ist.

profil: Obwohl Sie da auch so ein Gefühl haben. Schnizer: Oder dass der FPÖ der Rechtsstaat in Wirklichkeit vollkommen blunzn ist.

profil: Ich merke schon, die Interviews, die Sie gegeben haben, waren eindeutig nicht lang genug. Schnizer: Das sieht doch ein Blinder, was da wirklich gespielt wird.

profil: Und Justitia ist ja bekanntlich blind. Schnizer: Und nicht zuletzt deshalb wähle ich bei der Wiederholung mit noch größerer Überzeugung als beim letzten Mal wieder Van der Bellen!

profil: Das wird ihn freuen. Schnizer: Den Sascha. profil: Den Norbert Gerwald. Schnizer: Das versteh ich nicht. profil: Und da hatte jetzt ich schon so ein Gefühl.

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