© Walter Wobrazek

Österreich
08/27/2017

Rainer Nikowitz: Genossenhaft

Altkanzler Gusenbauer ist natürlich überhaupt keine Belastung für die SPÖ. Wenn er vorbeischaut, freut man sich in der Löwelstraße immer.

von Rainer Nikowitz

Gusenbauer: Freundschaft! Portier: I such ma meine Freund lieber selber aus, wenn’s recht is. Zu wem wollen S’? Gusenbauer: Was soll die Frag? Wissen Sie net, wer i bin? Portier: Doch. Genau deswegen frag i ja. Gusenbauer: Des is ja ungeheuerlich! Portier: Könnt ja a sein, dass Sie sich in der Tür geirrt ham. Bei uns gibt’s kane kasachischen Diktatoren oder sowas. Gusenbauer: I will sofort den Bundeskanzler sprechen. Portier: Wissen S’, wie viele Gstörte jeden Tag genau da stehen, wo Sie jetzt stehen, und desselbe verlangen? De kumman a net eine. Gusenbauer: Jetzt passen S’ amoi auf, ja? So reden Sie net mit mir! I hab schließlich meine Verdienste. Portier: Und zwar net zu knapp, wie ma hört. Und es is Ihna a vollkommen wurscht, von wem die kumman. Gusenbauer: I hab den Schüssel gschlagen! I war Kanzler! Portier: Ja! Und bis heut waaß immer no niemand, wie des passieren hat können. Gusenbauer: Des is also der Dank. Portier: Na. Net amoi annähernd. Ihna tät no viel mehr ghören. Scho allan für den Silberstein. Gusenbauer: An dem bin aber bitte net i Schuld! Portier: Im Zweifel scho. Sonst wär’s ja a anderer. Und des wär no schlechter. Gusenbauer: Eins kann i Ihna jedenfalls versprechen: Des da mit mir wird Folgen haben! Portier: Des fürcht i leider a. Aber wart ma amoi auf die nächste Umfrage. Gusenbauer: Also, das ist nicht mehr meine Partei. Portier: Wenn i mir so anschau, womit Sie Ihr Geld verdienen: War sie des jemals?

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