Ein Mann in einem Anzug posiert vor einer weißen Wand.
Bild anzeigen
HC Strache möchte so viel gern vom Schiedsgericht der Wiener FPÖ ausgeschlossen werden, damit er als Märtyrer seine neue Liste starten kann. Leicht gesagt.

Drucken

Schriftgröße

Richter: Ich hoffe, Sie verzeihen meine Frage, aber: Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung vorzubringen? Strache: Nix. Haun S’ mi endlich ausse. Schuldig im Sinne der Anklage!

Richter: Welcher Anklage? Strache: Wurscht. Jeder!

Richter: Sie kennen Ihre Anklage nicht einmal? Strache: Naa. Aber es is mir a vollkommen schnu…

Richter: So geht das nicht. Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat. Strache: Was? Naa! Also: Ja, eh. Aber i gib ja eh alles zua. Also wozu da jetzt Extrakilometer machen?

Richter: Sie geben also alles zu? Was alles? Strache: Spesenwahnsinn, Schwarzgeld im Rucksack, des volle Programm. Kann i jetzt gehen? Und a Zeitbestätigung brauchert i bitte no, für’s A…

Richter: Wurden Sie am Ende gefoltert? Strache: Was?? Naa!

Richter: In diesem Gerichtssaal stehen Sie unter meinem Schutz! Sie können frei sprechen! Strache: Wer sollt mi bitte foltern?

Richter: Hallo? Pol Pot Kickl? 48 Stunden Schlafentzug mit einem Endlosband all seiner Anfragebeantwortungen – und Sie gestehen alles! Strache: So war’s aber net! I bin einfach schuldig und aus. Soll’s a geben.

Richter: Aber nicht in der FPÖ. Und wir wollen da auch keinen Präzedenzfall schaffen. Also: Freispruch mangels Beweisen! Strache: Was? Sicher net! Na, wart nur! Hände hoch! So, jetzt müssen S’ mi ausschließen. Gefahr im Verzug!

Richter: Die Pistole schaut aber nicht echt aus. Strache: Des is eine Glock! Richter: Das hat der Gudenus auch behauptet.

Rainer   Nikowitz

Rainer Nikowitz