© Udo Titz

Österreich
04/22/2018

Rainer Nikowitz: Kottan vermittelt

Außenministerin Karin Kneissl wollte Österreich in Moskau als Syrien-Vermittler ins Spiel bringen. Amtskollege Sergej Lawrow eher nicht.

von Rainer Nikowitz

Kneissl: Herr Kollege! Ich freue mich sehr. Lawrow: Ich mich eh auch. Aber noch mehr würde ich mich freuen, wenn mir mein Sekretär aufgeschrieben hätte, wer Sie schnell noch einmal sind. Kneissl: Österreich! Die Außenministerin von Österreich. Lawrow: Ah! Aber … das war doch erst unlängst dieses Kind. Was wurde aus dem? Kneissl: Herr Kurz ist jetzt Bundeskanzler. Lawrow: Ihr habt wohl ziemlich lasche Jugendschutzgesetze, was? Kneissl: Der Kanzler hat es in einer seiner international vielbeachteten Wortmeldungen eh schon gesagt: Österreich sieht sich als Brückenbauer. Lawrow: Das ist schön für euch. Ich hoffe, ihr habt in eurem Land genug Flüsse. Damit euch nicht langweilig wird. Kneissl: Als Brückenbauer zwischen Russland und dem Westen hat er gemeint! Lawrow: Wie putzig! Kneissl: Auch und vor allem in der Syrien-Frage! Lawrow: Was hättet ihr denn zu bieten, das euch dafür prädestiniert? Kneissl: Nun … Wir haben in Wien ein paar hervorragende Hotels, wo man eine Konferenz machen könnte. Oder darf es ein Schloss sein? Lawrow: Verstehe. Ihr wollt also die Fototapete sein. Kneissl: Damit sind wir immer gut gefahren. Und ich gebe zu bedenken: Wir haben keine russischen Diplomaten ausgewiesen wegen der Skripal-Geschichte. Wir nicht! Lawrow: Wär ja noch schöner. Da hätte sich der Strache was anhören können. Kneissl: Also, jetzt kommen Sie schon! Ja – oder ja? Lawrow: Nein. Kneissl: Ich deute das einmal als ersten Schritt in die richtige Richtung!

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