© Walter Wobrazek

Österreich
04/09/2017

Rainer Nikowitz: Lenkwaffe

Erwin Pröll denkt nach einem mit zu wenig Huldigung getränkten ORF-Interview über das Abdrehen von „gelenktem Journalismus“ nach. Wenn das nicht originell ist!

von Rainer Nikowitz

profil: Herr Pröll, haben Sie so etwas wie diese Gewandlaus Armin Wolf schon einmal erlebt? Pröll: Nie – obwohl ich ja immer mit kritischem Journalismus konfrontiert war. profil: Da sind vor allem die investigativen Sturmgeschütze „NÖN“ und ORF Niederösterreich zu nennen. Pröll: Ich erinnere mich lebhaft, wie mich einmal der damalige Chefredakteur des ORF Niederösterreich Richard Grasl in einem Interview gefragt hat: „Sind Sie jetzt eigentlich der Allergrößte oder der Allerbeste?“ Puh, da bin ich ordentlich ins Schwitzen gekommen. profil: Umso überraschender, dass dann trotzdem was aus ihm geworden ist. Pröll: Ich hab auch schön geschaut, wie er auf einmal in der ORF-Geschäftsführung gesessen ist. Aber Qualität setzt sich eben immer durch. profil: So könnte man ja auch Ihre Amtszeit zusammenfassen. Pröll: Na servas, Sie sind aber auch ein erbarmungsloser Bluthund! Ich weiß jetzt nicht, was ich da drauf sagen soll. profil: So leicht kommen Sie mir nicht aus. Sollte man Ihnen in St. Pölten ein zehn Meter hohes Denkmal errichten? Ja oder ja? Pröll: Ich ... Also ... Kein Kommentar. profil: Aha! Da geht wohl wieder einmal die Bescheidenheit mit einem durch! Was macht Sie glauben, dass Sie damit durchkommen? Pröll: Gnade! profil: Sicher nicht! Jetzt mach ich noch ein Selfie mit Ihnen, während Sie mir ein Autogramm auf den Unterarm geben, das ich drei Wochen nicht abwaschen werde. Ha! Pröll: Gut, dass ich das alles bald hinter mir hab.

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