© Udo Titz

Österreich
10/28/2018

Rainer Nikowitz: Letzte Worte

Nach seinem Abschied aus dem Parlament ging Christian Kern noch einmal mit seinem Nachfolger auf ein Bie …, äh, stilles Wasser.

von Rainer Nikowitz

Kurz: Es tut mir sehr leid um Sie. Wirklich. Kern: Das ist nett von Ihnen. Kurz: Ich mein, bei Ihrer Nachfolgerin weiß ma ja net. Die könnt ja durchaus auch bei den nächsten Wahlen was dazugwinnen. Bei Ihnen hingegen war da keine Restunsicherheit mehr. Kern: I hätt’s wissen müssen. Kurz: Eh. Drum wär i ja an Ihrer Stell bei der Bahn geblieben. Andererseits, da wären Sie ja in der Zwischenzeit auch nimmer, weil wir Sie abgsagelt hätten. Kern: I hab gmeint: I hätt wissen müssen, dass Sie mir a no nachtreten. Aber nach dem Wahlkampf, den Sie damals gegen mi gführt ham, wundert mi des nimmer. Kurz: Des war ein fairer Wettstreit der Ideen! Kern: Dass i net lach! Sie ham genau ein Thema ghabt! Kurz: Und Sie? Keins! Kern: Und dass Sie jetzt mit der blauen Bagage regieren … I hoff, Sie san recht stolz auf sich. Kurz: Durchaus. Sehen Sie manchmal meine Beliebtheitswerte? Kern: Is des alles, was Sie interessiert? Kurz: Was gäb’s denn leicht sonst no? Kern: Sie müssen no sehr viel lernen. Kurz: Na ja, wie soll i sagen: I hab wenigstens no Zeit dazu. Was werden denn Sie jetzt machen? Gehen Sie a zu Siemens oder suchen Sie sich an richtigen Job? Kern: I mach mir keine Sorgen. Kurz: I scho. Am End finden Sie wirklich no was Gscheites. Der Teufel schlaft net. Kern: Was hab i Ihnen eigentlich gmacht? Kurz: Sie samma im Weg gstanden. Kern: So rein von der Idee her würd i dort gern bleiben. Kurz: Drum sag i ja: Es tut mir sehr leid um Sie. Wirklich.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.