© Walter Wobrazek

Österreich
07/08/2016

Rainer Nikowitz: Rausverkauf

Nach der Brexit-Entscheidung wächst die Schlange vor bisher britischen EU-Jobs, Institutionen oder sonstigen Goodies stündlich. Wir stehen auch schon drin.

von Rainer Nikowitz

Schelling: Ich hätt gern den Britenrabatt. Kurz: Ich den Job des EU-Außenministers. Und einen Plumpudding. Kern: Was is des? Kurz: Ein Plumpudding? Des is so ein Batzen, der eigentlich gar net süß ist, sondern … Kern: Net des. Des andere. Die EU hat an Außenminister? Is des scho irgendwem einmal aufgfallen? Kurz: Geh, weißt eh. Die High-Representative-Dings, diese Engländerin. Ashton heißt’s, glaub i. Schelling: Die isses aber scho lang nimmer. Des is doch jetzt diese Italienerin. Kurz: Echt? Verdammt. Wieso sagt mir des niemand? Immerhin bin i Außenpolitiker. Kern: Könnt ma net vielleicht die Londoner Börse irgendwie zu uns locken? Schelling: Womit bitte? Mit Sachertorten und Lipizzaner-Leberkäs? Kurz: Wein! Alkohol und Broker funzt immer guat. Schelling: Da müsst ma andere Sachen a no freigeben - und des wird schwierig als konservative Partei. Na, i bin scho froh, wenn man die EU-Bankenaufsicht nach Wien kriegen. Kern: Des is aber so unsexy. Stell dir ein Foto von der EU-Bankenaufsicht auf Instagram vor. Des kann gar nix. Schelling: Im Moment ham die Briten den Finanzkommissar. Kurz: Hmm. Soll ma den Hahn dafür in Stellung bringen? Schelling: I hätt eher an jemanden gedacht, der von seinem Regierungsjob hier die Nasen gründlich voll hat und Veränderung braucht. Kern: Nett, dass du di um den Faymann sorgst. Aber der is ja eh scho Lobbyist. Schelling: Goodness! Me! Kern: Oh. Silly me! Kurz: Na. Für mi Sashimi.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.