© Udo Titz

Österreich
06/24/2018

Rainer Nikowitz: Seite an Seite

Die Regierung hat der SPÖ also mit dem 12-Stunden-Tag endlich eine Flanke geöffnet. Jetzt sind Steherqualitäten gefragt.

von Rainer Nikowitz

Strache: Mist. Demos. Vielleicht Streiks. So war des net geplant. Kurz: Doch. Ganz genau so. Strache: Aber net von uns! Kurz: Scho mei Oma hat gwusst, dass ma das Kleingedruckte auch liest. Strache: Die FPÖ is doch ka Partei, die den kleinen Mann zwölf Stunden täglich an die Werkbank zwingt! Kurz: Wer redet denn von täglich! In Saudi-Arabien wird auch nicht jeden Freitag geköpft. Strache: Findest du des witzig? Kurz: Ma hat mir gsagt, ich soll manchmal spontaner sein. Strache: Bleib bei den Soundfiles von früher. Wie bringen wir des jetzt in Ordnung? Kurz: Wir bringen es ja in Ordnung. Genau deswegen regen si die Roten ja auf. Strache: Viele Rote san aber jetzt Blaue! Kurz: Schwarze Wähler trifft des genauso. Strache: Wo? Am Amt der niederösterreichischen Landesregierung? Huh. Kurz: Willst du uns Klientelpolitik unterstellen? Strache: Is der Papst katholisch? Kurz: Da bin i mir bei dem jetzigen gar net so sicher. Strache: Aber was, wenn die wirklich streiken? Des kömma gar net brauchen. Kurz: Mei Vorbild is die Thatcher. Die hat die Bergarbeiterstreiks a ausgsessen. Nur mit ihrer Handtaschen neben ihr. Strache: Du vergleichst mi mit ana Handtaschen? Kurz: War Kroko. Strache: Wenn wir des jetzt durchziehen, dann is aber nachher wieder unser Klientel dran. Kurz: Ihr habt’s ja eh scho de Raucher kriegt. Strache: Des san aber weniger. Und jedes Jahr sterben no zehn Prozent. Kurz: Weißt was? I leg no die Raser drauf. Strache: I hab gwusst, du knickst ein!

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