© Udo Titz

Österreich
03/05/2018

Rainer Nikowitz: Toptipp

Selbst wenn man die Moralinlawine, die Eva Glawischnig verschüttet, für reichlich übersäuert hält, bleibt die Frage: Welcher Teufel hat sie bloß geritten?

von Rainer Nikowitz

Glawischnig: Also, wir san uns einig? Hand drauf? Pilz: Absolut, ja. Was gwesen is, is gwesen. Des liegt hinter uns. Mir ham beide unser Lektion glernt, und wir lassen die Vergangenheit jetzt ruhen. Glawischnig: No more bad feelings. Es war ja schon a schöne Zeit a. Die meiste Zeit. Pilz: Wir ham schließlich beide Fehler gmacht. Glawischnig: Dass i dos aus deinem Mund amol hör! Pilz: Besser spät als nie, oder? Glawischnig: Eh. I bin eh voll froh, dass ma uns ausgredet ham. Pilz: Also: Simma wieder gut? Glawischnig: Ja. Gern. Pilz: Na, Gott sei Dank! Glawischnig: Du, und sonst so? Was wirst denn jetzt machen? Gehst wirklich wieder ins Parlament? Pilz: I möcht scho. Werma schauen. Und du? Glawischnig: Du, i bin no am Suchen. Es gibt so vüle Sachen, die mi interessieren. Pilz: Weißt, was i mir denk: I sollt jetzt, nach allem, was passiert is, wenigstens versuchen, dem grünen Projekt als Ganzes wieder auf die Füß zu helfen. Irgendwie is da no a Rechnung offen. Glawischnig: Na ja, dos wär natürlich toll. I überleg a die ganze Zeit, was i tun könnt. I bin da no net wirklich auf an grünen Zweig kumman. Aber im Moment muss i zuerst amol an mi selber denken. A neues Leben anfangen. Pilz: Du, da fallt mir was ein: I wissert an super Job für di! Glawischnig: Ma, wirklich? Pilz: Ja! Der wär geradezu perfekt! Guter Verdienst, hohes Sozialprestige – alles da. Des musst unbedingt machen! Glawischnig: Du bist echt a Freund! Also: Lass hören!