Schützenswerte Tiere und Pflanzen in Österreich gefährdet

Schützenswerte Tiere und Pflanzen in Österreich gefährdet

Düstere Aussichten: Die Mehrheit der laut EU schützenswerten Pflanzen und Tiere ist in Österreich gefährdet.

Alle sechs Jahre muss Österreich der EU einen Bericht über den Zustand der heimischen Natur liefern - und er fällt diesmal wieder verheerend aus: 82 Prozent der von der EU als schützenswert eingestuften österreichischen Pflanzen- und Tierarten (insgesamt 209) sind in "unzureichendem oder schlechtem Erhaltungszustand“ , bei 35 Prozent ist das Überleben sogar ernsthaft gefährdet.

Besonders betroffen sind Moore, Moose, Käfer, Fische, Fledermäuse und Schmetterlinge, wie das Umweltbundesamt gemeinsam mit den für Naturschutz zuständigen Bundesländern feststellte und nun nach Brüssel meldete. Im Vergleich zur ersten Untersuchungsperiode hat sich die Situation weiter verschlechtert.

Auch in Deutschland ist die Lage insgesamt schlechter geworden, allerdings sind nur 59 Prozent der Arten in "unzureichendem oder schlechtem Erhaltungszustand“. Gerhard Heilingbrunner vom Umweltdachverband fordert Lösungen: "Bund und Länder müssen handeln. Wir brauchen deutlich mehr Blühstreifen und Waldabschnitte, die nicht bewirtschaftet werden.“ Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) gibt zu, dass "deutliche Anstrengungen zu unternehmen sind, um das in der EU-Biodiversitätsstrategie vorgegebene Ziel zu erreichen. (…) Es konnten jedoch Verbesserungen erzielt werden, vor allem bei den Arten wie Biber oder Fischotter.“

F. D.