Seen-Affäre: Aussage belastet Norbert Steger

Seen-Affäre: Aussage belastet Norbert Steger

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Die 2008 wegen des Seenverkaufs in steuerrechtliche Probleme geratene Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger soll sich an den ehemaligen FPÖ-Vizekanzler und heutigen freiheitlichen ORF-Stiftungsrat Norbert Steger gewendet haben. Da sie für die Einnahmen, welche sie aus dem Seen-Deal lukriert und an Jörg Haider weitergereicht hatte, einkommenssteuerpflichtig gewesen wäre, habe sie in Folge eine weitere Gesellschaft engagiert, welche ihr wiederum Scheinrechnungen legte. Wie der in den Seenverkauf involvierte ehemalige Bawag-Immobilienvorstand Robert Wagner nun gegenüber den Ermittlern aussagt, soll ihr das russische Unternehmen von Steger vermittelt worden sein: „Sie habe dann ihren Freund Steger gebeten, ihr zu helfen.

Dieser habe nach Ausführungen der Kaufmann-Bruckberger eine russische Firma organisiert, welche dann die für den Steuerberater benötigten Rechnungen ausgestellt habe. Ob Steger im Detail informiert war, entzieht sich meiner Kenntnis. ... Auf meine Frage ‚DER Steger?‘ hat sie bestätigt, dass es sich um den ehemaligen Vizekanzler und Parteichef der FPÖ gehandelt hat“, so Wagner.

Steger hält gegenüber profil fest: „Niemand sollte solche Nebelgranaten ernst nehmen, ich hätte nach 1986 bewusst – oder aus Naivität unbewusst – für Jörg Haider gearbeitet. Daher habe ich auch für Haiders Helfer nicht eine Firma beschafft, die ich nicht einmal kenne.“ Kaufmann-Bruckbergers Anwalt Hermann Heller kommentiert Wagners Aussage als „vollkommenen Schwachsinn. Steger hatte damit nichts zu tun.“

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