Antifaschistische Plattform "Stoppt die Rechten" geht wieder online

Karl Öllinger

Karl Öllinger

Nach dem Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat ging die Seite vom Netz, nun soll sie - auch mit Unterstützung der Liste Pilz - wieder online gehen.

Mit dem Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat war auch das Ende der antifaschistischen Online-Plattform "Stoppt die Rechten" besiegelt. Die Website war vom Grünen Klub und der Grünen Bildungswerkstatt unterstützt worden und ging nur wenige Tage nach der Wahl offline: "Eine Finanzierung war nicht mehr möglich. Auch die Trägerschaft ist damit weggebrochen", erklärt der ehemalige grüne Abgeordnete und Chefredakteur der Seite Karl Öllinger im Gespräch mit profil: "Danach gab es jubilierende Rufe der rechten Seite aber auch sehr viele, die uns zum Weitermachen ermutigt haben."

Im Dezember 2017 gab Öllinger dann auf Facebook bekannt, dass die Seite wieder online gehen soll, gestützt von einem neuen Verein. Am 8. Mai - dem Tag der Befreiung - soll es nun so weit sein: "Die Vorarlberger Grünen, die Liste Pilz und auch Privatpersonen haben uns genug Fördermittel gegeben, damit wir starten können. Ob wir langfristig davon leben können, ist noch nicht klar." Überparteilich soll der Verein aber auf jeden Fall bleiben, so Öllinger.

Mit dem Neustart soll das Archiv mit 4000 Artikeln zu Rechtsextremismus in Österreich wieder zugänglich werden. Auch der redaktionelle Betrieb soll erneut anlaufen, das sei unter Schwarz-Blau wieder nötiger denn je, so Öllinger: "Die Nähe der FPÖ zu diesem Gedankengut ist erschreckend." Die Opposition sei außerdem "noch nicht so stark", wie er sie gerne hätte.

Auf Facebook bittet "Stoppt die Rechten" nun um Spenden, um den Weiterbetrieb dauerhaft zu sichern.