ÖVP und Grüne: Jetzt oder nie

Sebastian Kurz mit Werner Kogler

Sebastian Kurz mit Werner Kogler

Alexander Van der Bellen will sie haben. Sebastian Kurz würde sie wagen. Und Werner Kogler will sie zumindest versuchen. Nach der Nationalratswahl scheint eine türkis-grüne Koalition die allseits bevorzugte Regierungsvariante zu sein.

Vieles spricht dafür: Es wäre eine Allianz der Sieger. Ökologie und Klimaschutz erhielten den notwendigen politischen Stellenwert. Die Türkisen brächten Erfahrung und Realitätssinn ein, die Grünen Frische und Menschlichkeit. Vieles spricht aber auch dagegen: Die Vorstellungen sind in weiten Bereichen unvereinbar, von Wirtschaft bis zu Grundrechten. Und alte Vorurteile bestehen wechselseitig weiter: Türkise gelten als biedere Kerzerlschlucker und kalte Kapitalisten, die Grünen als jointrauchende Bürgerschrecks und verkappte Kommunisten.

Auf der persönlichen Ebene ganz oben ginge es wohl. Sebastian Kurz und Werner Kogler, der jüngere und der ältere Berufspolitiker, könnten miteinander.

Ob sie am Ende auch zueinander finden, hängt von ihren Parteien ab. Die ÖVP ist nach ihrem Wahlsieg tatsächliche eine „neue“ Volkspartei. Die Grünen haben sich nach ihrer Niederlage 2017 neu erfunden und geöffnet. Wie ticken die Türkisen und die Grünen? Wie ihre Wähler? Passen sie zusammen? Porträts zweier Parteien.

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