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Totes Kind in Wien-Döbling: Verdächtiger geständig
05/15/2018

Totes Kind in Wien-Döbling: Mutmaßlicher Täter erst 16 Jahre alt

Der in der Nacht auf Dienstag festgenommene Mann, der ein siebenjähriges Mädchen in einer Wohnhausanlage in Wien-Döbling getötet haben soll, hat bei seiner polizeilichen Befragung ein Geständnis abgelegt.

Die Bluttat an einem siebenjährigen Mädchen im "Dittes-Hof" in Wien-Döbling dürfte geklärt sein: Die Polizei hat einen erst 16-jährigen Nachbarn der Volksschülerin festgenommen, der die Tat bereits gestanden an. Ein erkennbares Motiv hatte er laut Polizei nicht. Er gab an, eine "allgemeine Wut" verspürt zu haben, sagte Oberst Michael Mimra bei einer Pressekonferenz.

Das Mädchen war mit der Familie des Burschen bekannt gewesen und dürfte sich am Freitag alleine mit dem Verdächtigen in den Räumlichkeiten aufgehalten haben. Der 16-Jährige dürfte das Mädchen dann ins Badezimmer dirigiert haben. "Sie hat nicht bemerkt, dass er da bereits ein Küchenmesser bei sich trug", sagte Mimra. Dann hat er das Mädchen in die Duschwanne gestoßen und sie derart massiv am Hals attackiert, "dass der Kopf beinahe vom Rumpf getrennt worden ist".

Aufmerksam wurden die Polizisten auf die Wohnung des Verdächtigen, da Spürhunde angeschlagen hatten. In den Räumlichkeiten wurden dann trotz oberflächlicher Reinigung auch Blutspuren gefunden. Anfangs gab der Verdächtige noch an, sich "in der Schule in den Finger geschnitten zu haben", schließlich gestand er noch in der Wohnung im Beisein seiner Eltern die Tat.

"Tat ganz trocken geschildert"

"Er hat bei seiner Befragung die Tat ganz trocken geschildert", berichtete Nikolaus Rast, Rechtsvertreter der Angehörigen des getöteten Mädchens. Motiv habe der Mann - er soll ursprünglich aus Tschetschenien stammen, seit längerem in Österreich leben, ein Gymnasium besucht haben und mittlerweile die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen - keines genannt bzw. angeben können.

"Im Namen der Familie danke ich der Polizei für die hervorragende Arbeit", betonte Rast. Speziell die Mutter sei sehr erleichtert, dass ein Tatverdächtiger gefasst werden konnte: "Es geht ihr besser. Sie traut sich jetzt wieder aus der Wohnung."

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