Umstrittene Agentur macht Strache-Wahlkampf

Herbert Kickl und Heinz-Christian Strache.

Herbert Kickl und Heinz-Christian Strache.

Wie profil in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die umstrittene Klagenfurter Werbeagentur „ideen.schmiede“ nach wie vor intensiv für die FPÖ tätig.

Laut profil betreut „ideen.schmiede“ die von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl geleitete FPÖ-Kampagne für die Wiener Gemeinderatswahl am 11. Oktober. Überdies sei die Agentur auch für die oberösterreichische FPÖ im Wahlkampf für die Wahl am 27. September engagiert, was Landesparteiobmann und Landesrat Manfred Haimbuchner gegenüber profil bestätigt. Man trenne aber, so Haimbuchner, strikt zwischen Partei und Landesregierung. In seiner Funktion als Landesrat habe er nie Aufträge an Agenturen vergeben, die für die FPÖ arbeiten.

Parallelen zur Causa "Berger"

Wie profil weiter berichtet, ziehen die Ermittler der Korruptionsstaatsanwaltschaft Parallelen zwischen der „ideen.schmiede“ und der Causa „Berger“. Der Kärntner Medienunternehmer Hansjörg Berger sagte im Juli 2013 aus, im Jahr 2007 sei ein damaliger Mitarbeiter von Landesrat Uwe Scheuch mit der Forderung an ihn herangetreten, überhöhte Rechnungen an das Büro Scheuch zu stellen. Vor Kurzem wurden Berger und der Scheuch-Mitarbeiter von der Korruptionsstaatsanwaltschaft angeklagt. Der Prozess soll im Herbst beginnen.

Vergangene Woche hatte der „Falter“ Dokumente aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, auf deren Basis nun gegen den Eigentümer der „ideen.schmiede“ staatsanwaltliche Ermittlungen wegen Verdachts auf illegale Parteienfinanzierung in Zusammenhang mit den Kärntner Freiheitlichen laufen. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl sei Hälfteeigentümer der „ideen.schmiede“ gewesen.