Wegen "unzensuriert"-Screenshot: FPÖ-Redakteur klagt profil-Journalistin Ingrid Brodnig

Wegen "unzensuriert"-Screenshot: FPÖ-Redakteur klagt profil-Journalistin Ingrid Brodnig

Buchautorin und profil-Kolumnistin Ingrid Brodnig wird wegen der Veröffentlichung eines "unzensuriert.at"-Fotos geklagt.

Weil sie einen Screenshot des Portals "unzensuriert.at" auf Twitter gepostet hat, wird Ingrid Brodnig auf 400 Euro Schadenersatz, Unterlassung und Urteilsveröffentlichung geklagt, der Streitwert beträgt 34.400 Euro, das berichtet der "Standard".

Kläger Robert Lizar, Fotograf und Redakteur der FPÖ-Zeitung "Neue Freie Zeitung", sieht sein Urheberrecht verletzt. Eines seiner Bilder sei in dem Screenshot abgebildet. Lizar scheint zwar nicht als Fotograf auf, habe das Bild aber unzensuriert zur Verfügung gestellt. Es ist nicht das erste Mal, dass Lizar deswegen klagt. Schon im März versuchte er ein Urteil gegen einen deutschen Blogger zu erwirken.

Brodnig berichtet für profil immer wieder kritisch über rechte Medien wie unzensuriert, Wochenblick und Info-Direkt. Auf unzensuriert.at wird ihr in einer Meldung zur Klage aber nun ausgerichtet: "Manchmal kann Schweigen Gold wert sein."

Die Kanzlei Gheneff-Rami-Sommer, genauer Medienanwalt Michael Rami, wird Lizar vertreten. Rami wurde im April 2018 von der ÖVP-FPÖ-Regierung zum Verfassungsrichter ernannt.

Wie arbeiten rechte Medien im Umfeld der FPÖ? (Teil 1-4)

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