Verbau der Trabrennbahn Krieau ist durchaus im Gespräch

Der Trabrennsport hat in der Krieau eine lange Tradition

Der Trabrennsport hat in der Krieau eine lange Tradition

Stadt Wien und privater Eigentümer beteuerten bisher Gegenteiliges. Michael Ludwig seit 2016 über die Pläne informiert.

Wie „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe (18/32) berichtet, ist ein Verbau der bekannten Trabrennbahn Krieau im Wiener Prater durchaus im Gespräch. Die Gemeinde Wien und die private Viertel Zwei – Eigentümerin des Areals – haben dies bisher bestritten. Interne Unterlagen, die „profil“ vorliegen, zeigen jedoch, dass die Viertel Zwei die Rennbahn bebauen möchte. Als Bruttogeschoßfläche sind mindestens 90.000 Quadratmeter vorgesehen; als Nutzungen „Wohnungen, Gewerbe, Bildungsstätten“ geplant.

„Gespräche bzgl. dem Absiedlungsprozedere finden mit Stadt Wien statt“, so die Unterlagen. Die Absiedlung bezieht sich auf den Wiener Trabrennverein (WTV), Langzeit-Pächter des Areals. In einem internen Protokoll der Viertel Zwei heißt es: „Der WTV muss weg!“

„Keine Gespräche über eine Gesamtabsiedlung“

Die Unterlagen zeigen auch, dass im März 2016 ein Termin der Viertel Zwei mit dem damaligen SPÖ-Wohnbaustadtrat Michael Ludwig stattfand. In diesem wurde er über sämtliche Pläne informiert. Im Jahr darauf verkaufte die Gemeinde die Rennbahn an die Viertel Zwei, laut Unterlagen um 16,5 Millionen Euro. Dies sei ein Mindestkaufpreis, zu dem je nach errichteter Fläche „Nachbesserungen“ kommen.

Angesprochen auf die Dokumente sagt Viertel-Zwei-Sprecherin Judith Erlfelder: Sollte der WTV seine Fläche aufgeben, „werden wir ihn bei diesem Vorhaben unterstützen“. Die Stadt bleibt dabei, dass es „keine Gespräche über eine Gesamtabsiedlung des WTV“ gäbe, so die MA69, die SPÖ-Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál untersteht. Das Gespräch mit Ludwig kommentiert das Rathaus nicht.