Verteidigungsminister Starlinger: "Hubschrauber-Nachfolge offen“

Verteidigungsminister Thomas Starlinger

Verteidigungsminister Thomas Starlinger

"Muss erst im Budget abgebildet werden“ - Milizbeauftragter Hameseder: "Es braucht wieder acht statt sechs Monate Grundwehrdienst. Sonst ist die Miliz bald am Ende“.

In einem Interview in der aktuellen profil-Ausgabe lässt Verteidigungsminister Thomas Starlinger die Nachfolge für zwölf Alouette-III-Hubschrauber offen. "Das war ein Versprechen der Vorgängerregierung, das erst im künftigen Budget abgebildet werden muss.“ Nur die drei Black-Hawk-Hubschrauber seien bereits bestellt. Die Vorgängerregierung hatte eine Anschaffung von insgesamt 15 neuen Hubschraubern im Wert von 300 Millionen Euro zugesagt. Starlinger: "Die Entscheidung für die Nachfolge für die Alouette III ist offen und wird durch den nächsten Minister getroffen. Wir analysieren Kaufpreis, Erhaltungs- und Ausbildungskosten.“

Heer "definitiv" vor Pleite

Die Bestellung weiterer Tarnuniformen hat der Minister gestoppt. Er muss 47 Millionen Euro einsparen, hofft aber nach Gesprächen mit dem Finanzminister auf einen niedrigeren Betrag. Das Heer stehe "definitiv“ vor der Pleite.

Der Milizbeauftragte der Regierung, Raiffeisen-Manager Erwin Hameseder, fordert im profil-Interview indes eine Verlängerung des Präsenzdienstes. "Es braucht wieder acht statt sechs Monate. Wie bis Anfang der 2000er-Jahre sollten auf sechs Monate Ausbildung zwei Monate bei der Miliz folgen, die in den Folgejahren wochenweise abzuleisten wären. Sonst ist die Miliz bald am Ende.“ Den Assistenzeinsatz der Grundwehrdiener an der Grenze hält Hameseder "derzeit in diesem Umfang“ nicht mehr für nötig. Dadurch gehe wertvolle Ausbildungszeit verloren.