Was denken Muslime in Österreich

Was denken Muslime in Österreich

Seit dem IS-Terror in Syrien und im Irak stehen Muslime weltweit unter Verdacht der heimlichen Sympathie. Was denken Muslime in Österreich, wie leben sie? Wie halten sie es mit Religion, Familie, Emanzipation und Demokratie? Eine Bestandsaufnahme.

„Was willst du, du Tschusch?“ Wie oft hat sich Hido Osmanovic, 50, gekränkt, wenn die Arbeitskollegen so mit ihm redeten. Vor mehr als 20 Jahren war er knapp mit dem Leben davongekommen, als der Krieg auf dem Balkan das Srebrenica seiner Kindheit zerstörte. Seither arbeitet er in Tulln in Niederösterreich für die Gemeinde. Neuerdings wird er wieder gefragt: „Hey, Hido, was bist du?“ Seine Bekannten hatten in der Zeitung von selbsternannten Dschihadisten gelesen, die zum Kämpfen nach Syrien aufbrechen. „Eh klar, Muslim!“, antwortet er. Und dann sieht er in den Gesichtern das immer gleiche Erstaunen, was die Leute nicht daran hindert, ihn eine Woche später dasselbe wieder zu fragen: „Ich weiß nicht, kapieren sie es nicht?“ Oder wollen sie etwas anderes hören? Islamistischer Terror ist nicht in Einklang zu bringen mit dem netten Muslim von nebenan ...

Lesen Sie die Titelgeschichte von Edith Meinhart und Christa Zöchling in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper ( www.profil.at/epaper )!