Weltfriedensindex: Österreich im Ranking der "friedlichsten" Nationen auf Platz drei

Weltfriedensindex: Österreich im Ranking der "friedlichsten" Nationen auf Platz drei

Irak, Ukraine, Nahost - Konfliktherde gibt es in diesem Nachrichtensommer genug. Wenig überraschend liegen die aktuellen Krisenländer deshalb auch auf den hinteren Plätzen des diesjährigen Weltfriedensindex. Österreich findet sich - wie bereits im Vorjahr - auf Platz drei, hinter Spitzenreiter Island und Dänemark.

Wenig überraschend belegt Syrien, wo seit über drei Jahren Rebellen gegen den Machthaber Bashar al-Assad kämpfen, den letzten Platz (162.). Ebenfalls am Ende der Rangliste: Afghanistan (161.) und der seit 2011 unabhängige Südsudan (Platz 160). Der Irak, der derzeit von heftigen Kämpfen zwischen der sunnitischen Terrororganisation Islamischer Staat (IS, früher ISIS) und kurdischen Peshmerga-Kämpfern erschüttert wird, landet in dem Index auf Platz 159. Die jüngsten Gräueltaten der Extremistengruppe sind in dieser Bewertung jedoch noch gar nicht eingeflossen.

Georgien als "Aufsteiger" des Jahres
Die Ukraine - seit mehr als einem halben Jahr Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen zwischen pro-russischen Aufständischen und der pro-westlichen Führung in Kiew - liegt im Welt-Friedens-Index 2014 auf Platz 141. Das Ex-Sowjetland musste angesichts der Unruhen 30 Plätze einbüßen. "Aufsteiger" des Jahres ist Georgien, das sich um 28 Ränge verbessern konnte.

Zu den elf als "sehr wenig friedlich" eingestuften Ländern zählen außerdem Russland, Nordkorea, Pakistan, der Kongo, die Zentralafrikanische Republik, der Sudan und Somalia. Europa bleibt der Studie zufolge die friedlichste Region der Welt, von den 28 als "sehr friedlich" eingestuften Ländern sind 19 europäisch. Unter den Top 10 liegen sieben Länder in Europa (neben den Top drei auch die Schweiz, Finnland, Belgien und Norwegen).

22 Indikatoren für Ranking
Insgesamt werden 162 Länder im "Global Peace Index" des australischen Institute for Economics and Peace untersucht und anhand von 22 Indikatoren auf ihre Friedlichkeit nach außen und innen. Dazu zählen Militärausgaben und -einsätze, Ausgaben für UN-Friedensmissionen, Terroranschläge und soziale Sicherheit.

(APA/Red.)