Christine Refaei unter einem Sonnenschirm bei einem Empfang in Ghana
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Christine Refaeis außergewöhnlicher Lebensweg führte sie nach Ghana, wo sie als Lokalkönigin seit einem Vierteljahrhundert Kindern dabei hilft, die Schule zu besuchen.

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Manche Menschen haben ein Leben, Christine Refaei hat mehrere. Da ist zum Beispiel das Leben, das sie bis Ende 30 führte, als Mutter von zwei Kindern, als Hausfrau.

Oder die Jahre als Ehrenamtliche in der Jugendbewährungshilfe.

Oder ihr Leben ab 40: Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin leitete sie neun Jahre lang den Sozialen Dienst im Frauengefängnis Schwarzau.

Oder die knapp 20 Jahre als Psychotherapeutin mit eigener Praxis.

Oder Refaeis Zeit als Ethnologiestudentin, da waren ihre beiden Söhne längst ein studierter Jurist und ein Mediziner.

Oder ihr Leben, das begann, als sie im Jahr 1998 im Süden Ghanas auf einem Plastikstuhl Platz nahm, die Einheimischen eine Ziege über ihren nackten Füßen schächteten und das Tierblut sie zur „Nana Abena Odosso II“ machte, zur „Queen Mother of Development“ in Akropong in Südghana, beim Volk der Akuapem.

Nina Brnada

Nina Brnada

ist Redakteurin im Österreich-Ressort. Davor Falter Wochenzeitung.