"Zur Zeit": Wendelin Mölzer wird Chefredakteur des rechten Wochenblatts

"Zur Zeit": Wendelin Mölzer wird Chefredakteur des rechten Wochenblatts

Die „Maskulinisierung” der FPÖ: Wendelin Mölzer, Sohn des freiheitlichen Europa-Abgeordneten Andreas Mölzer, wird Chefredakteur des rechten Wochenblatts "Zur Zeit"-

Die beiden bisherigen Chefredakteure, Andreas Mölzer und der frühere ORF-Journalist Walter Seledec, ziehen sich zurück. Sie wollen künftig nur noch "Hüter der Blattlinie“ sein.

Mölzer junior, bisher Leiter der Innenpolitik-redaktion und seit Herbst für die FPÖ im Nationalrat, nimmt sich in der ersten Ausgabe seiner Amtszeit das Thema Frauen in der Politik vor. "Das überforderte Geschlecht: Das Emanzen-Syndrom“, lautet die Titelgeschichte. Neben der "stotternden“ britischen Premierministerin Margret Thatcher, der "eiskalten“ Angela Merkel und der französischen Justizministerin Christiane Taubira ("Nachfahrin von Negersklaven“) bekommen auch die Grünen Ulrike Lunacek und Terezija Stoisits ihr Fett ab. Die "Flintenweiber“ seien allesamt zu empfindlich: "Provozieren und dann larmoyant sein“, das zieht bei "Zur Zeit“ nicht. Da hofft man lieber auf eine "Phase der Maskulinisierung“.

Franziska Dzugan