High-Potential Martin Jelinek im Interview:
"Man muss heute als Person herausragen"

Was macht einen zum "High Potential"? Welchen Stellenwert hat Networking in der heutigen Berufswelt? Martin Jelinek nahm 2008 am profil High Potential Day teil. Durch die erfolgreiche Präsentation seiner Stärken konnte er sich eine Zukunft in einem attraktiven Unternehmen sichern. Nun kann er seine Fähigkeiten und sein Wissen bei den Austrian Airlines als Flight Analyst einbringen. Im Interview mit profil.at gibt er Tipps, wie man sich auf solche Events am besten vorbereitet.

profil.at: Wie fühlt man sich als Jungabsolvent, wenn man zu den besten Job-Kandidaten des Landes gehört?

Jelinek: Entscheidend war für mich, dass man den richtigen Weg für sich selber gefunden hat. Mir ist dabei meine Ausbildung sehr entgegengekommen und ich war sehr froh, dass ich diese Chance nutzen konnte.

profil.at: Was glauben Sie war der ausschlaggebende Punkt, warum Sie beim profil High Potential Day das Auswahlverfahren bestanden haben?

Jelinek: Ich hab immer versucht Engagement zu zeigen und das auch bei meiner Bewerbung vermitteln können. Der Vorteil bei der von mir gewählten Studienrichtung ist, dass die Unternehmensführung in alle Richtungen geht. Die Ausbildung schafft somit eine breite Basis, um in verschiedenen Unternehmensbereichen wirken zu können.

profil.at: Wie wichtig sind Networking und Recruting-Messen wie der High Potential Day für den Erfolg in der heutigen Arbeitswelt?

Jelinek: Networking ist sicher ein wichtiger Bestandteil der heutigen Arbeitswelt. Nichtsdestotrotz sollte das Hauptaugenmerk immer noch bei den beruflichen Qualifikationen der Menschen liegen. Networking hilft aber neue Kollegen besser kennen zu lernen und seine Qualifikationen besser zu präsentieren.

profil.at: Muss man sich unter diesem Gesichtspunkt selber als Marke kreieren, um sich besser verkaufen zu können?

Jelinek: Wahrscheinlich muss man heute mehr als Person herausragen, um auf sich aufmerksam zu machen. Es kann schon passieren, dass man das Fachwissen ein wenig in den Hintergrund stellt um sich selbst als Persönlichkeit mehr in den Vordergrund zu stellen.

profil.at: Wie war der Ablauf des profil High Potential Day für Sie persönlich?

Jelinek: Es gab eine freundliche Begrüßung in einem angenehmen Ambiente. Vor allem war es erfreulich, dass die Unternehmen auf einen zugegangen sind. Besonders angenehm war, dass man als Person und für seine Leistungen wertgeschätzt wurde.

profil.at: Wie hat sich die FH für Unternehmensführung und Management in der bisherigen Tätigkeit bei Austrian Airlines bezahlt gemacht?

Jelinek: Für mich hat sich diese Ausbildung absolut bewährt, da ich gelernt habe, die großen Zusammenhänge der verschiedenen Unternehmensbereiche zu verstehen. Im Speziellen hilft mir bei Austrian Airlines das fundierte Wissen, das ich mir an der FH aneignen konnte. Die Spezialisierung erfolgt dann beim Unternehmen selbst, wo man direkt in sein Tätigkeitsfeld eingeschult wird.

profil.at: Was würden Sie jemanden empfehlen, der beim profil High Potential Day 2009 mitmachen möchte?

Jelinek: Für mich war immer das oberste Gebot offen und ehrlich zu sein. Außerdem sollte man genau wissen, wo man seine eigenen Stärken sieht und welches berufliche Ziel man vor Augen hat. Seine eigenen Stärken richtig einzuschätzen ist wohl eine der größten Herausforderungen.

(Interview: Philip Dulle)