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Im Königreich des Glücks.

Wer mit dem Flugzeug im schmalen Tal von Paro landet, die Berge zum Greifen nah, ist in einem außergewöhnlichen Land angekommen. Es liegt zwischen zwei bedrohlichen Riesen hoch im Himalaja, zwischen Indien und China, und hat sich als einziges von mehreren buddhistischen Königreichen seine Eigenständigkeit erhalten können: Bhutan. Hier ist alles ein wenig anders: Der Reis ist rot, und die Chilis sind kein scharfes Gewürz, sondern die Hauptmahlzeit. Und als Schutzpatron und Fruchtbarkeitssymbol sieht man auf vielen dörflichen Häusern riesige Penisse. Warum auch nicht. Die Klöster sind keine Museen, sondern voller Mönche und Gläubiger, so wie schon vor Jahrhunderten, auch wenn die Mönche nach dem Gebet ihre Smartphones checken.

So wundert es auch nicht, wenn in Bhutan das Bruttonationalglück als Staatsräson gilt und nicht bloß Wirtschaftswachstum als Maß aller Dinge gesehen wird. Die Verfassung legt auch fest, dass 60 Prozent des Landes Wald sein müssen, tatsächlich sind es 70 Prozent, und so kann man zwischen herrlichen 7000ern wandern. Dies freilich nur, wenn man als "Westler“ 250 Dollar pro Tag ausgibt - Bhutan mag keinen Backpacker-Tourismus wie in Nepal. Als eine der Hauptattraktionen gilt ein Kloster in den Bergen, das wie mit Superkleber an die Felsen gepickt scheint, das "Tiger’s Nest“. Der Legende nach floh einst Guru Rinpoche auf dem Rücken einer Tigerin vor seinen Feinden zu diesem Ort, meditierte drei Monate lang, und bekehrte anschließend das ganze Paro-Tal zum Buddhismus. Als Tourist wandert man rund zwei Stunden zu Fuß in das Wolkenkloster.

Eine elftägige Privatreise (ab zwei Personen) durch Nepal und Bhutan, die u. a. nach Kathmandu, Patan, in den Chitwan Nationalpark und weiter nach Bhutan führt (Paro, Thimphu, Punakha) wird vom Reisebüro Zuklin ab 4530 Euro offeriert. Inkludiert ist auch ein spezieller Rundflug zum Mount Everest.

Info: 01/534 57-17, office@zuklin.at

Ein Land wie kein anderes
Druk Yul nennt sich Bhutan offiziell: das Land des Donnerdrachens.
Françoise Pommaret führt durch ein faszinierendes Land, so groß wie die Schweiz, aber mit nur 650.000 Einwohnern.
"Bhutan“, Edition Temmen, 23,20 Euro.

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  • Mo, 12. Dez. 2016 23:19

    und hoffentlich bleiben die erigierten riesenpimmel dort (be)stehen und wedden nicht politically correct übermalt oder als coca-cola-werbung missbraucht. ie dienen nämlich zur abschreckung von bösen dämonenweibern a la killer-hillary :)

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  • Mo, 12. Dez. 2016 23:15

    zum glück lassen die dort (königreich! despotie! demokratie ghört her!:)) nur wenige touristen ins land. bhutan zeigt, wie wunderbar schön es sein könnte, spirituell und im einklang mit der landschaft leben, arbeiten und bauen zu können. vergleiche man tirol und bhutan - und man weiss, wer glücklich ist.

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