Fußball: Künstler der Ronaldo-Büste wehrt sich
Gesellschaft

Fußball: Künstler der Ronaldo-Büste wehrt sich

"Es ist eine Frage des Geschmacks."

Eine Büste mit dem Antlitz von Weltfußballer Cristiano Ronaldo sorgt seit Mittwoch für viel Hohn und Spott im Netz. Das Bronzewerk war bei der feierlichen Umbenennung des Flughafens von Madeira auf den Namen des berühmten Insel-Sohnes enthüllt worden, allerdings hat die Skulptur kaum Ähnlichkeit mit dem 32-Jährigen: Die Gesichtszüge wirken verzogen, ein Auge hängt zu tief, der Mund lächelt schief.

Im Internet wurden denn auch zahlreiche lustige Vergleiche samt angeblichen "Beweisfotos" gepostet, angefangen bei der "Maske" von Jim Carrey über "Chucky - Die Mörderpuppe" bis hin zu einem Messing-Türknauf mit Teufelsgesicht. Andere User bearbeiteten ein Originalporträt von Ronaldo so, dass er am Ende seiner Büste glich und schrieben ironisch dazu: "Die Statue ist absolut originalgetreu!"

Künstler wehrt sich

Der Künstler setzt sich gegen den hämischen Spott in den sozialen Netzwerken zur Wehr. "Man kann es halt nicht allen recht machen. Das hat nicht einmal Jesus geschafft. Es ist eine Frage des Geschmacks", rechtfertige Emanuel Santos sein Werk in der brasilianischen Sportzeitung Globo Esporte.

Ronaldo habe ihm sein Einverständnis gegeben, erläuterte Santos. Der portugiesische Weltfußballer war am Mittwoch nach Funchal gekommen, weil der internationale Flughafen der portugiesischen Ferieninsel Madeira auf den Namen "Aeroporto de Madeira Cristiano Ronaldo" umgetauft wurde. Darüber zeigte sich der Star von Real Madrid "überglücklich und stolz".

Die Bronze-Büste ist nicht die einzige Abbildung des Starfußballers von Real Madrid, die für Spott sorgt. Schon für seine 3,40 Meter große Gold-Statue in seiner Heimatstadt Funchal musste Cristiano Ronaldo vor einigen Jahren ordentlich Hohn einstecken. Der Grund: eine ziemlich auffällige Beule im Schritt.

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