"Ein Jahrhundert Leben": Hundertjährige erzählen
Gesellschaft

"Ein Jahrhundert Leben": Hundertjährige erzählen

Sie haben gelebt und gelernt, vom Leben, fürs Leben: Hundertjährige erzählen ihre Geschichte.

Es war die vielleicht berührendste Titelgeschichte der jüngeren profil-Geschichte: Im Sommer 2017 trafen Wolfgang Paterno und Eva Walisch zehn Österreicherinnen und Österreicher, die ihren 100. Geburtstag schon hinter sich hatten.

Barbara Zechner, Vasoldsberg, Steiermark

Unter dem Titel "Vor dem Sterben fürchte ich mich nicht" veröffentlichten sie die Protokolle dieser Begegnung - mit Menschen wie Felix Pyerin aus Feldkirchen ("Es war ein außerordentlich schweres Leben. Jeden Dreck musste ich machen. Arbeit, Arbeit, Arbeit.") oder Anna Strecker aus Bad Vöslau ("Ich hatte mein ganzes Leben nie Angst, nur vor den Bomben."). Diese Menschen haben zwei Weltkriege er- und überlebt.

Maria Brunner, Bad Vöslau, Niederösterreich

"Es ist nichts Besonderes, 100 zu sein"

Als sie jung waren, war Stalin ein unbekannter Journalist in Petrograd und John F. Kennedy noch nicht einmal geboren. Sie haben gelebt und gelernt, vom Leben, fürs Leben. Paterno und Walisch haben ihnen zugehört und, wo es nötig erschien, nachgefragt. Die Geschichten dieser 100-Jährigen haben sie auch nach der Veröffentlichung im profil nicht losgelassen. Also haben sie ein Buch daraus gemacht. Eines, mit dem man richtig alt werden möchte. "Es ist nichts Besonderes, 100 zu sein", sagt Georg Graner aus Wien.

Wolfgang Paterno, Eva Walisch: Ein Jahrhundert Leben. Hundertjährige erzählen. Amalthea, 160 S., 23 EUR.

Hilda Gamper, Lustenau, Vorarlberg

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