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Konditionierung in der heimischen Innenpolitik.

Der heimische Politbetrieb hat im Lauf der Jahrzehnte ein Repertoire von Verhaltensmechanismen ausgebildet, deren Komplexität ungefähr jener eines zweiteiligen Puzzles entspricht. Ein Reformvorschlag aus den Reihen der SPÖ zum Beispiel muss von der ÖVP postwendend und aufs Schärfste zurückgewiesen werden. Dasselbe gilt umgekehrt naturgemäß für jeglichen Vorschlag aus den Reihen der ÖVP. Stoisch geschulte Beobachter sehen darin übrigens die unverbrüchliche Basis für den einzigartigen groß-koalitionären Zusammenhalt. Die FPÖ hingegen gibt sich mit Vorschlägen nicht zufrieden, sie operiert seit Jörg Haider konsequent mit dem Stilmittel der Provokation, mittlerweile vorzugsweise über die Facebook-Site von Heinz-Christian Strache verbreitet. Die Provokation wird von den politischen Gegnern in der Regel postwendend als solche erkannt und aufs Schärfste zurückgewiesen, was in den Reihen der FPÖ wiederum reflexhaft mit ohnmächtiger Empörung über die beispiellosen Verstöße gegen das hohe Gut der Meinungsfreiheit vergolten wird. Stoisch geschulte Beobachter sind in diesem monotonen Hin und Her übrigens nicht vorgesehen; sie würden schulterzuckend auf dessen repetitiven Charakter verweisen und sich damit unweigerlich als Spielverderber enttarnen. Der berühmte Pawlow’sche Hund hatte den Menschen immerhin etwas voraus: Er reagierte auf einschlägige Stimuli nur mit unvermitteltem Speichelfluss. Sonst verhielt er sich ruhig - er bellte nicht einmal. Konditionierung kann also auch ganz gesittet ablaufen.

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  • Do, 17. Nov. 2016 21:22

    Die frage ist doch welche Massenuebergriffe der Politiker als Arbeitgeber hinter dieser Show verborgen werden und sie ist leicht zu beantworten: Die Opferungen durch Identitaetsmissrbrauch zur Geldanalge. uebrigends ich lese Profil ist in der Krise, Christian Rainer kauft jetzt zur Stuetzung und RETTUNG auf die Redakteure ein. Schade, dass Sie es so erfahren muessen, er hat sich gut vorbereitet,

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    • Do, 17. Nov. 2016 21:23

      Sagt dies aber nicht, da die Krise unmoeglich vorhersehbar und totaaaal ueberraschend war (wie die 80 jahre nazitum in Österreich), das wird nicht immer schlagend.

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    • Do, 17. Nov. 2016 21:26

      sagt dies aber nicht, da die Krise unmoeglich vorhersehbar und totaaaal ueberraschend war (wie die 80 Jahre Nazitum in Österreich), das wird nicht immer schlagend, also nur fuer den Redakteur der jeweils daneben sitzt - naja es ist schon hie und da Mal passiert unter Kindern von Politikern von

      Politikern - natuerlich reiner Zufall Christian Rainer weiss so und so gottgegeben was er tun muss..

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    • Do, 17. Nov. 2016 21:34

      (ist wie die 80 Jahre im Arbeitsvertrag verankert)

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    • Do, 17. Nov. 2016 21:43

      1. Die Bank bricht zusammen, sonst koent ihr nicht zahlen.

      2. Die USA sind Schuld, weil die bauen Haeuser.

      3. Identitätsmissbrauch ist ganz ganz böse, deshalb kauft er anonym auf euch ein

      dh er unterschreibt die Artikel mit eurem Namen.
      PS Steht im Presseausweisformular, dass das ok geht.

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  • Dietmar Fischer So, 06. Nov. 2016 11:29

    grün

    (als Neuer Selbständiger im 21. Jahrhundert - mit vielfältigem Arbeitsgebiet, ohne jedwede politische oder gewerkschaftliche Vertretung - kann ich dem Befund nur zustimmen.

    Manchmal überlege ich, ob ich nicht 2 Jahre lang jeden Tag einen Doppler Rotwein trinken soll, um dann in die Politik zu gehen - und mir mein Geld leichter zu verdienen)

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  • Di, 01. Nov. 2016 13:56

    Wenn das publik machen misslicher Tatsachen als Provokation gilt so ist das bestreiten jener misslichen Tatsachen eigentlich provinziell infantil!
    Darauf haben die einstigen Großparteien,samt Grün seit langen ein Patent darauf durch selbst Beweihräucherung und Ausgrenzung der sogenannten
    ,,rassistischen Nazipartei"!
    Wie lange sich diese kindliche Mär aufrecht erhalten lässt bleibt abzuwarten!

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    • Dietmar Fischer So, 06. Nov. 2016 11:34

      ...verwenden sie einen Zufallsgenerator oder assoziieren sie quasi "händisch" möglichst frei?

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