Melania Trump und ihre First-Lady-Visionen: "Ich wäre sehr traditionell. Wie Betty Ford oder Jackie Kennedy", sagte sie 1999 in einem Interview mit der "New York Times".

Melania Trump und ihre First-Lady-Visionen: "Ich wäre sehr traditionell. Wie Betty Ford oder Jackie Kennedy", sagte sie 1999 in einem Interview mit der "New York Times".

Gesellschaft

Tussi Riot

Ein schwarzer Tag für den Feminismus: Mit Melania Trump, 46, zieht die erste Frau ins Weiße Haus, deren Karriere-Highlight das Tragen eines Metall-Pelz-Bikinis in einem Männermagazin war.

"LOCKER ROOM TALK"

Ein Begriff, den Donald Trump im Oktober prägte, als er sich für ein Video rechtfertigte, das an die Öffentlichkeit gespielt worden war. Er könne alle Frauen durch seinen Ruhm und Reichtum herumkriegen, sagte Trump in der Aufnahme: "You can do anything, grab them by the pussy " Melania hielt ihrem Mann trotzdem die Treue: "Er ist in manchen Dingen wie unser Sohn Barron -einfach nur ein Junge."

MELANIA-GAU

Für Melanias Auftritt beim republikanischen Parteitag in Cleveland im vergangenen Juli hatte Redenschreiberin Meredith McIver Passagen aus einer Michelle-Obama-Rede aus dem Jahr 2008 geklaut. Danach wurde die unfreiwillige Plagiatorin für eine Weile aus dem Kampffeld geräumt, die Redenschreiberin aber seltsamerweise nicht gefeuert.

MELANIA-GESCHMACK

Mehr Versailles und Versace statt der angestrebten coolen Jackie-Kennedy-Eleganz. "Vogue"-Chefredakteurin Anna Wintour wird der neuen First Lady jedenfalls nicht beratend zur Seite stehen; sie verantwortete schließlich Hillary Clintons Hosenanzug-Offensive. Melania, die sich auf Fotos den lasziven Blick und die halb geöffneten Lippen inzwischen verkneift, wird auf Designer wie Balenciaga, Versace und Gucci (die sie vor dem Wahlkampf häufig trug) künftig verzichten müssen. Es gilt nun, auch in der Wahl der Outfits Patriotismus zu demonstrieren. In der Nacht des Triumphs trug sie einen weißen Jumpsuit von Ralph Lauren mit asymmetrischer Schulterführung zum Preis von 3990 Dollar. Im Wahlkampf hatte Lauren übrigens Clinton unterstützt.

BIOGRAFIE-VERFÄLSCHUNG

Auf ihrer Website behauptete Melania Trump, in ihrer Heimat Slowenien ein Architektur-und Designstudium abgeschlossen zu haben, was sich als Lüge herausstellte. Nach einem Jahr als Studentin wurde die Tochter eines Autohändlers Model, wie mehrere Journalisten recherchierten, die in Folge von Mrs. Trump im Stile ihres Gatten beschimpft wurden.

"SHOULDER-ROBE"...

...nennt sich Melanias inzwischen oft kopierter Styling-Spleen, Mäntel nur über die Schultern zu werfen. Körpersprachen-Analytiker erklären, dass sie damit Überlegenheit und Lässigkeit zu signalisieren versucht.

MELANIA TRUMP...

...ist die erste ausländische First Lady seit fast 200 Jahren. Die in London geborene Louise Catharina Johnson Adams wohnte von 1825 bis 1829 an der Seite von Präsident John Quincy Adams im Weißen Haus. Melania Trump beherrscht angeblich fünf Sprachen -welche genau, bleibt jedoch im Dunkeln. Ihr Englisch ist ausgesprochen akzentschwer, obwohl sie schon 1996 nach New York übersiedelte und seither in den USA lebt. Trump heiratete sie 2005.

POPULARITÄTSDESASTER

Laut einer Umfrage von "Washington Post" und ABC-News hat das Ex-Model ähnlich katastrophale First-Lady-Beliebtheitswerte wie zuletzt nur -tragisch, aber wahr -Hillary Clinton. Die mit Abstand beliebteste First Lady der vergangenen Jahrzehnte war Barbara Bush, Gattin von George Bush senior.

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  • Franz Fried
    Franz Fried Sa, 19. Nov. 2016 12:56

    Der Titel ist ein Schuss ins eigene Knie, Trump kritisieren und gleichzeitig eine Frau als Tussi abwerten geht gar nicht. Ja so sind die PC JournalistInnen vor lauter Kritik den Balken im eigenen Auge nicht sehen.

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  • Günter Schneider (bokaj) Do, 17. Nov. 2016 14:38

    Sie schlagen rhetorisch um sich & treffen die Falsche.
    Trump wurde im Wahlkampf u.a wegen abfälliger und beleidigender Äußerungen über Frauen mit dem Vorwurf der Frauenfeindlichkeit konfrontiert. Mit Melania Trump kann das Phänomen der Wahl von Trump nicht vereinfacht werden. Ihr Intellektueller Suprematismus ist fehl am Platz. Wie kann so das Bild der Medien in der Öffentlichkeit seriös bleiben

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  • Peter Eberl (pete7) Mi, 16. Nov. 2016 12:29

    Mein Gott Frau Hager - tiefer geht's nicht - gell! Neidig??
    Alle Politiker und deren zweite Hälfte sind aus dem selben Material. Nehmens Hrn. Clinton - auch Zigarrenbilly genannt oder Frau Clinton selber. Die lügt dass sich die Balken biegen. Da ist mir lieber eine trippelt über den Laufsteg.
    Oder ein Herr Obama, der jetzt Frau Clinton,im Gegensatz zu früh heftig unterstützt hat.Besser??

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    • Monika Möser (Lilia) Do, 17. Nov. 2016 21:07

      Mein Gott Herr Eberl - immer die alte Leier! Neidig!!!
      Offenbar haben'S nach alter Macho-Manier was dagegen, dass Frauen im öffentlichen Leben halt nach ihren intellektuellen Fähigkeiten eingeschätzt werden. Übern Laufsteg trippeln und schön s'Goscherl halten - so haben wir's gern, gell?

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    • Peter Eberl (pete7) Fr, 18. Nov. 2016 14:29

      Und Sie habens gerne Frau Möser, wenn Frauen so wie die Clinton lügen dass sich die Balken biegen, korrupt sind , Kriege vom Zaun brechen mit Millionen Toten und ebensovielen Flüchtlingen die Europa überrollen usw.usw. Was hat das mit Intelligenz zu tun
      Daher nocmals, da ist mir lieber wenn eine attraktive Frau über den Laufsteg marschiert, wie z.B. eine Heidi Klum - auch was gegen diese Frau??

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