"Das Umfeld weiß nicht, was in einem Kind vor sich geht.“
Gesellschaft

"Das Umfeld weiß nicht, was in einem Kind vor sich geht.“

Wie kommt es dazu, dass Kinder nicht mehr leben wollen? Klaus*, 29, litt während seiner Kindheit und Jugend durchgehend an Selbstmordgedanken. Heute möchte er anderen Hoffnung geben.

"Begonnen hat es, als ich acht Jahre alt war. Ich hatte den Unfalltod einer Schulkollegin aus nächster Nähe miterlebt. Bald danach hat mich eine Todessehnsucht befallen. Der Gedanke hat mir einen schön-süßlichen Schauer über den Rücken gejagt, aber gleichzeitig Angst gemacht. Es war der Wunsch da, erlöst zu werden, in eine schönere Welt überzutreten und der verlorenen Freundin wieder nahe zu sein.

Das Umfeld weiß oft nicht, was in einem Kind vor sich geht. Ich hatte gute Noten, viele Freunde. Zu einer Zeit, als ich in stationärer Behandlung hätte sein sollen, hat niemand etwas von meinem Zustand geahnt. Mit 19 habe ich meinen ersten, Suizidversuch‘ durchgeführt. Man nennt das auch so, wenn man das eigene Ende mit allen Einzelheiten durchspielt und eine Millisekunde davor steht, es zu tun. Ich wollte immer, dass es wie ein Unfall aussieht, um meiner Familie die Frage nach dem Warum zu ersparen. Es war dann letztlich auch der Gedanke an ihre Trauer, der mich davon abgehalten hat, es durchzuziehen.


Nur durch dieses Vorbild bin ich noch am Leben

Die Depressionen und das Gefühl der Ausweglosigkeit wurden immer stärker. Das ist unglaublich anstrengend. Man will nicht sterben - man hat einfach keine Kraft mehr zu leben. Teilweise dachte ich jeden Tag an Suizid. Ich habe dann zum Glück einen Arzt gefunden, der die ‚Regeln‘ gebrochen hat: Ich hatte seine private Handynummer und konnte jederzeit anrufen, Tag und Nacht. Er war es auch, der mir die Geschichte eines Mannes zu lesen gab, der den Weg aus der Suizidalität geschafft hatte. Nur durch dieses Vorbild bin ich noch am Leben. In kritischen Phasen ist man sehr empfänglich für wegweisende Impulse - in beide Richtungen.

Zwar habe ich noch Depressionen, aber nur noch selten Suizidgedanken. Bevor ich mich umbringe, fliege ich auf die Bahamas, habe ich mir selber geschworen - ein Mal habe ich das auch gemacht.

Lange Zeit habe ich mich in meiner Situation allein gefühlt - dabei hätte mir das Wissen enorm geholfen, dass jeder zweite Mensch Suizidgedanken hat. Die größte Erleichterung bringt nämlich das schamlose Gespräch mit anderen Menschen.“

* Name von der Redaktion geändert

+++Lesen Sie auch: "Selbstmordgefahr bei Kindern: Wie kann man helfen?"+++

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  • Sigrid Shaban-Neuhold (nopsychchemortorture) Mi, 21. Dez. 2016 01:44

    Frau Kraubath hat ein Anrecht auf einen fake-News und Genozid-Award.
    Was schert das Schlampen wie...., "grins, happy, happy grins, grins,"
    "Menschen" wie sie, würden Kinder ermorden ohne Skrupel und dann schreiben sie wieder eine Fake-Story und "greifen sich" die nächste "Story" über Ermordete.

    PFUI, solche "Menschen" kann niemand beschimpfen, die sind noch stolz darauf, eben Mörder.

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  • Sigrid Shaban-Neuhold (nopsychchemortorture) Mi, 21. Dez. 2016 01:30

    Frau Salome Graubart:
    Auch dieser Bericht ist erstunken und erlogen, schlecht gelogen noch zudem.
    Aber eines ist ehrlich, der sadistische beschissenen Saulook, der im Gesicht von Mördern, Rattengeschmeis und quälsüchtigen Lügnern steht:
    der Ausdruck unverschämter Profilierungssucht und Verlogenheit.
    Arme Leute, die von solchen "Menschen" wie dir sich angezogen fühlen.
    Alles Schlechte Dir

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