Künstlerhaus Kino

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Kultur

Stadtkino-Verleih droht das Aus

Österreichs Filmkultur ist ernstlich gefährdet: Dem finanziell schwer angeschlagenen Stadtkino-Verleih droht das Aus.

Das Stadtkino, Wiens kommunales Kino, ist im 37. Jahr seiner Existenz in schwere Turbulenzen geraten. 2013 erst vom Rennweg ins Künstlerhaus am Karlsplatz übersiedelt, erscheint das Stadtkino wegen des angeschlossenen Filmverleihs unverzichtbar: Mit ästhetischer Risikobereitschaft versorgt dieser seit Jahrzehnten Österreich mit internationaler Kinokunst. Nun droht Verarmung an allen Fronten. Die Nebenspielstätte des Stadtkinos, das Filmhauskino am Spittelberg, ist bereits Geschichte: Seit 1. Jänner ist sie geschlossen.

Es gibt einen Finanzplan für 2017, der Kündigungen, Sparmaßnahmen und Schließungen vorsieht, um Miet- und Personalkosten zu senken. Insgesamt wolle er heuer 150.000 Euro einsparen, berichtet Stadtkino-Leiter Claus Philipp. Zwischen Juni und Oktober werde der Vorführungsbetrieb wegen des laufenden Umbaus des Künstlerhauses eingestellt werden. Insgesamt sei man aber "vorläufig auf einem guten Weg“, gibt sich Philipp zweckoptimistisch.

„Ein Umdenken zu erwirken”

Viennale-Chef Hans Hurch habe als nomineller Eigentümer des Stadtkinos "sein Bestes gegeben“, um Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny über die chronische Unterfinanzierung des Verleihs zu informieren "und hier ein Umdenken zu erwirken“. Vordringlich scheint Mailath die Causa derzeit aber nicht zu behandeln. Ein persönliches Gespräch etwa, so Philipp, habe er bislang nicht erwirken können: "Man sagte mir aber, er sei, besorgt‘.“ Im Wiener Rathaus reagierte man auf profil-Anfrage nur mit einem dürren Statement: Das Stadtkino liege, erklärt Mediensprecherin Renate Rapf, "der Stadt sehr am Herzen“. Die finanziellen Probleme des Verleihs "sind der Kulturabteilung bekannt“. Auf Basis eines nun vorliegenden "überzeugenden Sanierungskonzepts“ habe man sich "entschlossen, den weiteren Betrieb durch eine Subvention zu ermöglichen“. Statt der jährlichen 311.000 Euro wurden für 2017 "vorerst“ 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Man muss kein großer Rechner sein, um hier zu ahnen: Rettungsmanöver sehen anders aus.


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  • Mi, 18. Jan. 2017 01:41

    wo bleiben unsere steuerbegünstigten reichen bobo-schickis? gründet einen spendenfonds 'stiftung stadtkino': die fehlenden 200.000 eu wären leicht durch 200 zeichner/innen a euro 1000 pro jahr beizusteuern... mit abo & gratiskarten und premieren-selfie-dienst... gibt's tatsächlich keine 200 cineasten in wien? schande! oder 1000 a 200 eur? :))

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