Grizzly Bear
Kultur

Neue Alben: Grizzly Bear – "Painted Ruins"

Die ehemaligen Hipster-Liebkinder Grizzly Bear feiern die Schönheit des Popsongs. profil unerhört bespricht die Alben der Woche.

Eigentlich könnte man froh sein, dass der Höhepunkt der Indierock-Band Grizzly Bear mittlerweile gute fünf Jahre zurückliegt. Die Band aus Brooklyn, deren Mitglieder sich mittlerweile über die USA verstreut haben, lieferte 2012 den Soundtrack zu Schnauzbart-Kult, Retrofetisch und Truckerkappen-Mode. 2017 klingen die einstigen Hipsterlieblinge durchaus erwachsener, aber nicht minder interessant. Auf „Painted Ruins“, passend in der Zeit des US-Wahlkampfes und der Inauguration Donald Trumps geschrieben, zeigen die elf Songs, dass man gar nicht wütend klingen muss, um sich furchtbar aufzuregen. Gegen Rassismus, Sexismus und die ganze Blödheit hilft eine gehörige Portion Selbstbewusstsein, aber vor allem Songs voller Schönheit und Harmonie. Chris Taylor, Christopher Bear, Ed Droste und Dan Rossen haben auf Album Nummer fünf auch keine Angst mehr, ihre Leidenschaft für eingängige Popsongs zu zelebrieren. Nach Indierock klingt „Painted Ruins“ nur noch am Rande; der Sound der Nullerjahre dient als Basis für ein neues Soundkonstrukt, dass sich um Trends und Moden nicht mehr kümmern muss.

Grizzly Bear: Painted Ruins ()

Grizzly Bear - Mourning Sound

Grizzly Bear

Chris Taylor, Christopher Bear, Ed Droste, Dan Rossen sind Grizzly Bear (v.l.n.r.)

Kommentar verfassen