Innenwelt einer Heranwachsenden
Kultur

Kulturtipp: Lesung von Helga Pollak-Kinsky aus "Mein Theresienstädter Tagebuch"

Helga Pollak war zwölf Jahre alt, als sie im Jänner 1943 mit ihrem Vater Otto Pollak ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde.

Vom 27. Jänner 1943 bis zu ihrem Transport nach Auschwitz im Oktober 1944 lebte sie im Mädchenheim L 410, Zimmer 28. Ihr Tagebuch aus dieser Zeit vermittelt bewegende Einblicke in die Innenwelt einer Heranwachsenden inmitten des alltäglichen Grauens der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft.

Das Tagebuch, ergänzt durch die Aufzeichnungen ihres Vaters Otto Pollak – bei der Lesung leiht ihm Andreas Jocksch seine Stimme – ,wurde 2014 bei Edition Room 28 von der deutschen Autorin Hannelore Brenner herausgegeben.

+++ profil-Redakteurin Edith Meinhart über die Geschichte von Helga Pollak-Kinsky +++

Das Programm kam im Januar 2013 auf Einladung der Europäischen Kommission in Brüssel zur Holocaust-Gedenkstunde unter dem Titel „ Musik ist die schönste Schöpfung der menschlichen Seele“– im Rahmen auch der Ausstellung „The Girls of Room 28“ – zur Aufführung.

Lesung mit Helga Pollak-Kinsky (Tagebuchautorin), Hannelore Brenner (Herausgeberin) und dem Berliner Ensemble Zwockhaus (Winfried Radeke, Maria Thomaschke und Andreas Jocksch) mit Liedern des Theresienstädter Kabaretts und von Ilse Weber.

Wann: Sonntag, 29. Jänner, 11 Uhr
Wo: Stadtsaal Wien

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