Sebastian Kurz verabschiedet sich als Bundeskanzler

Sebastian Kurz verabschiedet sich als Bundeskanzler

Österreich

Nach Misstrauensvotum: Kurz ist kürzest dienender Kanzler

Der Misstrauensantrag gegen die Übergangsregierung macht Sebastian Kurz (ÖVP) zum - zumindest vorläufig - kürzest dienenden Bundeskanzler der Zweiten Republik.

Kurz löst den bisherigen Rekordhalter Christian Kern (SPÖ) ab. Die fünf Übergangsminister werden zu den mit Abstand am kürzesten amtierenden Ministern.

Durch das am Montag im Parlament beschlossene Misstrauensvotum wird Kurz zum kürzest dienenden Bundeskanzler der Zweiten Republik. Mit der Wahl im Herbst könnte sich das natürlich wieder ändern.

525 Tage sind seit Kurz' Angelobung am 18. Dezember 2017 vergangen. Kern brachte es immerhin auf 580 Tage als Regierungschef. Dafür müsste Kurz noch bis Ende Juli im Amt bleiben.

Auch die vier Übergangsminister, die vergangenen Mittwoch den Platz der zurückgetretenen FPÖ-Regierungsmitglieder einnahmen - Ex-OGH-Präsident Eckart Ratz (Innenministerium), Ex-Sektionschef Walter Pöltner (Sozialressort), Offizier Johann Luif (Landesverteidigung) und Valerie Hackl, Ex-Chefin der Flugsicherung "Austro Control" (Infrastruktur) - werden damit zu neuen Rekordhaltern. Mit dem gestrigen Montag beschränkte sich ihre Amtszeit auf fünf Tage.

Ein paar Tage könnten freilich noch dazukommen, sollte Bundespräsident Alexander Van der Bellen die abberufenen Minister vorübergehend mit der Fortführung der Geschäfte betrauen. Aber auch in diesem Fall würden sie den bisherigen Träger des Titels "Kürzest dienender Minister" ablösen: Diesen Rekord hielt bisher der frühere FPÖ-Justizminister Michael Krüger, der sich im Februar 2000 schon nach 25 Tagen aus gesundheitlichen Gründen verabschiedete.

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  • Jose Barbaro
    Jose Barbaro Fr., 31. Mai. 2019 13:59

    Ach... waren das schöne Zeiten, wo sich Herr Kurz mit dem Thema Kopftuch und Ausweisung von imame aus Österreich Beschäftigt hat.
    Man konnte ja,auf simple art das Volk vom eigentlichem ablenken,in die irre führen,und jetzt,nun, er ist der Verantwortung nicht gewachsen,so sieht es aus.
    Kurz ist ein geschickter Vermarkter seiner Selbst.Adios !!

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  • Fr., 31. Mai. 2019 11:27

    Mein Gott wie sich die Linken freuen, dass sie Kurz und seine beste Regierung der letzten Jahrzehnte zu Fall gebracht haben. Ja das könnens die Roten, dem Land schaden, der Wirtschaft schaden, den Bürgern schaden - nur eins könnens ned und konntens nie - vernünftig regieren. Und darum wird auch die nächste Regierung Türkisblau sein- wetten?? Gut so.

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  • Helmut Plattner (begin2wonder) Di., 28. Mai. 2019 10:24

    Liebe Rote und links-liberale "Europäer"!
    Das war ein Pyrrhus-Sieg.
    Trotz aller Anstrengungen und Aufwendungen.

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  • Elke Leser (Leserinn) Di., 28. Mai. 2019 09:25

    Wie sie ganz richtig schreiben: "Kanzler Kurz ist VORERST Vergangenheit". Warten wir einmal die NR-Wahlen ab. Möglicherweise will Rot sich aber für die Blaue Unterstützung bedanken und Herr Doskozil versucht eine Art Großburgenland? Gut, dass nur die ÖVP an Macht interessiert ist!

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  • Irmgard Roux Di., 28. Mai. 2019 08:40

    Nur Superlative. Der jüngste, der kürzeste, der beliebteste, etc was kommt dann gut wäre der kompetenteste Kanzler

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    • Helmut Plattner (begin2wonder) Di., 28. Mai. 2019 10:25

      Inkompetenz ist nicht gerade das, was man Kurz vorwerfen kann.

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