Schreddern: Datenlöschung für Kanzleramt legitim
Österreich

Schreddern: Datenlöschung für Kanzleramt legitim

Eine Anfragebeantwortung bestätigt die Vernichtung von Druckerfestplatten unter Kurz und Kern - die Informationen fallen nicht unter das Bundesarchivgesetz.

Für das Bundeskanzleramt ist das Löschen von Daten, wie es etwa bei der Amtsübergabe der Regierungschefs Sebastian Kurz (ÖVP) und Christian Kern (SPÖ) erfolgt ist, legitim. Die Vernichtung von Festplatten durch externe Unternehmen sei ein rechtskonformer Vorgang, heißt es in mehreren Anfragebeantwortungen von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein im Zuge der "Schredder-Affäre".

Bestätigt wurde im Kanzleramt auch, dass die fünf von einem ehemaligen Mitarbeiter von Ex-Kanzler Kurz zur Vernichtung gebrachten Festplatten in Druckern bzw. "Multifunktionsgeräten" eingebaut gewesen seien. Beim Regierungswechsel 2017 von Kern zu Kurz seien wiederum sieben interne Speicher aus derartigen Geräten "geschreddert" worden.

Strafrechtliche Relevanz ungeklärt

Auf den internen Speichern hätten sich lediglich temporäre Daten befunden, die nicht unter das Bundesarchivgesetz fallen, heißt es in den jeweiligen Anfragebeantwortungen. Daher könne ausgeschlossen werden, dass es sich um zu archivierende Daten gehandelt hat. Die Beurteilung, ob strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt, falle nicht in den Vollziehungsbereich der Bundeskanzlerin, heißt es in den Anfragebeantwortungen.

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  • Friedrich Fuhs Sa., 31. Aug.. 2019 09:18

    Und was sagt der Kern dazu? Ist das dann "des Pudels Kern" oder sollte man ihn fragen ob er öfter lügt?

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  • Erna Ochsner (Rotefini) Di., 27. Aug.. 2019 10:05

    Da das "Auswahlverfahren" dieser Regierungsmitglieder zum großen Teil auch mit Hilfe von unserem unparteiischen BP (oder doch nicht unparteiisch) durchgeführte wurde, dürfte auch der Jubel, ob dieser Entscheidung, in der Hofburg sehr groß sein ! Zumal unser werte Herr BP schon vor der Wahl weiß, wen er aller NICHT angeloben will ! Sehr demokratisch (oder doch mit kommunistischen Anstrich) ?!

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  • Erna Ochsner (Rotefini) Di., 27. Aug.. 2019 10:01

    Ich habe mir nichts anderes erwartet ! Daß aber der MA des BK einen falschen Namen angegeben hat und ohne Bezahlung der Rechnung das Weite suchte, spielt für die Frau Richterin offensichtlich keine Rolle ! Nun ja, in Österreich gehen die Uhren halt anders ! Wehe, es wäre die FPÖ gewesen, na servas ! ÖVP und SPÖ haben ja die Gesetzgebung über Jahrzehnte selbst definiert !

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