Umfrage: Kammer-Pflichtmitgliedschaft - Ja oder Nein?
Österreich

Umfrage: Kammer-Pflichtmitgliedschaft - Ja oder Nein?

Laut profil-Umfrage ist die Bevölkerung geteilter Meinung: Ein Drittel der Befragten will die Pflichtmitgliedschaft beibehalten, ein Drittel will sie abschaffen. (Im Bild: Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich)

Die Bevölkerung ist geteilter Meinung. Während Berufstätige für eine Beibehaltung zu gewinnen wären, sind Nicht-Werktätige eher gegen die Pflichtmitgliedschaft eingestellt. Ein starkes Viertel der Bevölkerung ist aber unschlüssig. Um diesen Teil der Wähler wird es bei einer eventuellen Abstimmung über die Pflichtmitgliedschaft gehen. Die Kammern verfügen über eine hohe Reputation, wie Mitgliederbefragungen immer wieder zeigen. Die Kammern müssen bei einer Abstimmung ihre Leistungen in die Waagschale werfen. Denn ausgemacht ist das Ende der Pflichtmitgliedschaft nicht.

Soll die Pflichtmitgliedschaft in Zukunft beibehalten werden oder soll die Pflichtmitgliedschaft abgeschafft werden?

Methode: Online-Befragung
Zielgruppe: Österr. Bevölkerung ab 16 J.
Max. Schwankungsbreite der Ergebnisse: +/- 4,4 Prozentpunkte
Sample: n=500 Befragte
Feldarbeit: 23. bis 27. Oktober 2017

Kommentar verfassen
  • Michael Reinartz (GMR1) Mi, 01. Nov. 2017 17:14

    Pflichtmitgliedschaft = Freunderlwirtschaft, die Erfahrung von fast 50 Jahren.

    Melden
  • Gerhard Wagner (gwagnerx)
    Gerhard Wagner (gwagnerx) Mi, 01. Nov. 2017 12:19

    Beibehalten!
    Als Bestandteile der Sozialpartnerschaft sind diese Einrichtungen unverzichtbar. Klar kann man alles privatisieren und als freiwillige Serviceeinrichtung konzipieren, aber was bleibt von den Institutionen dann übrig? Nichts, was wir heute kennen und schätzen, um das wir von jenen, die es nicht haben beneidet werden. Einmal verloren - nie wieder zu reparieren.

    Melden
  • Rainer Benatzky
    Rainer Benatzky Di, 31. Okt. 2017 20:59

    Mir hat als Arbeiter damals die Arbeiterkammer des öfteren was gebracht, aber in Summe mehr Geld gekostet als ich entnommen habe.

    Nun als Unternehmer kostet mich die Wirtschaftskammer auch einiges, in Summe bekomme ich aber für Kurse und Co recht viel gefördert so dass man sagen könnte es ist eine Null Nummer.

    Also ich wäre auch recht unschlüssig ob man das Kammernsystem noch braucht.

    Melden
  • Artur Riedrich (sixstring) Di, 31. Okt. 2017 18:45

    zuerst sollten sie konkret werden: geht's jetzt um die arbeiterkammer oder um die wirtschaftskammer? da besteht ein großer unterschied. arbeiter kammer ja, denn die tun was für uns. wirtschaftskammer nein, denn von denen bekommt man nichts und wenn, dann nur ärger. meine frau und ich mussten 20 jahre lang dabei sein (allein schon das müssen ist ein schandfleck) und erhielten nie etwas gutes.

    Melden
  • Hermann Schindler (professor_nachfrag) Di, 31. Okt. 2017 15:56

    beibehalten!

    Melden
  • Edeltraud Schebach (hudriwudri) Di, 31. Okt. 2017 15:11

    Pflicht einer Kammermitgliedschaft (ob Arbeiterkammer (Gewerkschaft) oder Wirtschaftskammer NEIN. Es soll jeweils als Dienstleistung, wie eine Versicherung, angeboten werden. Wer eine Leistung erwartet, soll eine Art Mitgliedsbeitrag leisten. Wer darauf verzichtet, hat auch keinen Anspruch auf Unterstützung oder Hilfestellung. Es soll jeweils eine Serviceleistung sein und dafür bezahlt werden.

    Melden
    • Erika Simoni
      Erika Simoni Mi, 01. Nov. 2017 10:47

      Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ist immer freiwillig. Das System der Kammern betrifft Berufsgruppen und eben auch Angestellte und Arbeiter, ich bin froh, dass es die Arbeiterkammer gibt. Ich habe dort schon sehr gute Beratungen bekommen, nicht nur was meine berufliche Tätigkeit betrifft. Privatisierung bringt gar nichts, das sieht man/frau ja an vielen Beispielen.

      Melden