"Man muss sich nicht verarschen lassen"
Österreich

"Man muss sich nicht verarschen lassen"

Die Politik-Zitate der Woche.

"Und nur wenn jemand Satire hinschreibt, muss es noch lange nicht Satire sein." - Alexander Van der Bellen findet Heinz-Christian Straches Schmähs nicht lustig.

"Ich gebe zu, dass die Form meiner überspitzen Kritik etwas deftig war. Aber der Inhalt bleibt." - Strache meint es ernst.

"Wenn man den ORF oder die Medien beschuldigt, Lügen zu verbreiten und Lügen zu erfinden, dann ist das eine politische Bedrohung." - Hugo Portisch verliert bei diesem Thema den Humor.

"Wir haben keinen Krieg mit der FPÖ, daher muss ich auch keinen Frieden mit der FPÖ haben. Wir müssen einfach mit der FPÖ nichts zu tun haben." - IKG-Präsident Oskar Deutsch bleibt bei seiner Distanz zu den Freiheitlichen.

"Uns Antisemitismus vorzuwerfen, ist eine rein parteipolitische Motivation." - FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky kann die Ablehnung nicht nachvollziehen.

"Ich finde dieses Volksbegehren, das jetzt kommt, unseriös." - FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch hat keine Freude mit dem "Don't smoke"-Volksbegehren.

"Das hat die SPÖ gemeinsam mit der Ärztekammer, die ja auch von einem SPÖ-Mitglied geführt wird, über Wochen jetzt vorbereitet." - und sieht parteipolitische Motive.

"Dieses Volksbegehren ist nicht parteipolitisch." - Oberösterreichs Ärztekammer-Präsident Peter Niedermoser kontert.

"Man muss sich nicht verarschen lassen." - Abg. Alfred Noll boykottiert mit seinen Kollegen von der Liste Pilz die Hearings für die VfGH-Richter im Parlament.

Innenminister Herbert Kickl

Innenminister Herbert Kickl

"Ich glaube, dass es nix Verbotenes ist, gescheiter zu werden, blöd wäre es in die umgekehrte Richtung." - Innenminister Herbert Kickl nimmt eine Anleihe bei Bruno Kreisky und ist nun doch für das Überwachungspaket...

"Gott bewahre uns vor dem, was den Kickl gescheiter macht." - ...der geschäftsführenden SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder hofft auf Hilfe von ganz oben.

"Eine absolute Sauerei." - auch dem stellvertretenden NEOS-Klubobmann Niki Scherak graust es vor dem Überwachungspaket der Regierung.

"Allzu viele grobe Schnitzer der FPÖ, die sich die Partei in den vergangenen Wochen geleistet hat, wird es nicht mehr geben können. Sonst wird es schwierig." - Ex-ÖVP-EU-Kommissar Franz Fischler sieht ein wenig schwarz.

"Ich habe wie ein Pferd in der Regierung gearbeitet, und dann ist mir halt die Partei auf den Kopf gefallen." - Der Grüne Kärntner Landesrat Rolf Holub befürchtet Schlimmes für die Landtagswahl.

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  • Alesandro Guevara (che.fotoreporter) Sa, 24. Feb. 2018 19:52

    Innenminister waren immer unangenehme Zeitgenossen; es ist auch nicht ihre Aufgabe besonders beliebt zu sein, das liegt in der Natur ihrer Aufgabe. Aber die FPO und Herr Kickl wollen (trotz vorherigen gegenteiligen Geschreies) den totalen Überwachungsstaat und bei 5 jähriger Regierungszeit ist nicht abzusehen, was da noch alles nachkommt. Herr Kurz hat sich ja mit der Regierungsbildung sehr beeilt

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